Der Stuttgarter Mineralwasserschatz

Kaum eine Großstadt ist von der Natur so reich beschenkt worden wie Stuttgart. Das trifft in besonderem Maß für den Bad Cannstatter und Berger Mineralwasserschatz zu, der täglich in einer Menge von bis zu 44 Millionen Litern aus dem Untergrund entspringt. Nicht umsonst stellen die Bad Cannstatter und Berger Mineralquellen nach Budapest das zweitgrößte Mineralwasservorkommen in Europa dar.

Während das Mineralwasser früher in natürlichen Quelltöpfen - den so genannten Sulzen - ausfloss, wird es heute mit 19 Brunnen in verschiedenen geologischen Schichten gefasst. Sie erschließen Mineralwasser, Solen, Säuerlinge und sogar Thermalwasser mit einer Schüttung von täglich 22 Millionen Litern. Zwölf der Muschelkalk-Brunnen und eine thermale Sole aus dem Buntsandstein und Kristallin sind als Heilquellen staatlich anerkannt. Zusätzlich tritt über die Hälfte des gesamten Mineralwasserschatzes unerkannt und ungenutzt in den Neckar oder in den Kieskörper der Neckartalaue über.