Individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern
Gleiche Chancen für Frauen und Männer
"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Artikel 3, Absatz 2 Grundgesetz.
Die individuelle Chancengleichheit bezieht sich auf diese grundgesetzlich verbürgte Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Bestätigt wurde dieser Leitsatz ausdrücklich durch die Ergänzung des Grundgesetzartikels im Jahr 1994. Hier wird deutlich gesagt, dass Frauen und Mädchen mehr als den verankerten Rechtsanspruch brauchen, damit das Grundrecht auf Gleichberechtigung in allen Bereichen Wirklichkeit wird.
Auch das 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, dessen Ziel es ist, "Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alterns oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen", dient nun als Auftrag für die Gestaltung individueller Chancengleichheit.
Verankerung in Politik und Verwaltung
Der Stuttgarter Oberbürgermeister hat die individuelle Chancengleichheit ins Zentrum von Politik und Verwaltung in der Landeshauptstadt gerückt.
Chancengleichheit bedeutet dabei, dass- neben gleichen Rechten im privaten und öffentlichen Raum auch gleiche Chancen realisiert werden,
- die gesellschaftliche Bewertung traditioneller Frauen- bzw. Männer-Berufe angeglichen und der Zugang von Frauen und Männern zu den jeweils "anderen" Berufsgruppen im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch der Entwicklung der Berufe selbst verbessert werden muss,
- durch verbesserte Rahmenbedingungen Frauen und Männern eine echte Wahlfreiheit zwischen Beruf und Familie oder einer individuellen Kombination von beidem ermöglicht wird,
- Frauen und Männer, die Familienarbeit, Kindererziehung oder pflegerische Tätigkeiten übernommen haben, während der entsprechenden Lebensphasen sowie im Alter nicht schlechter gestellt werden.
Weitere Informationen
Vortrag von Professor Gertraude Krell anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern: Diversity - ein Konzept auch für Verwaltungen?! (PDF - 890 KB).
Vortrag von Professor C. Helfferich anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern:Migration, Familie und Arbeit Themen der Chan (PDF - 244 KB)



