COBRAMAN - Entwicklungsmanagement Flächenrevitalisierung
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Tag des offenen Schoch-Areals in Feuerbach
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In ganz Europa spielt die Revitalisierung von Brachflächen eine wichtige Rolle in den Bemühungen zur Eindämmung des Flächenverbrauchs. Daher fördert die EU Projekte, die sich mit dieser Thematik beschäftigen und damit ein nachhaltiges Flächenmanagement entwickeln.
Ein neues Berufsbild entsteht: Flächenentwicklungsmanager(in)
Am 1. Dezember 2008 startete unter Federführung des Amtes für Liegenschaften und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart das von der EU geförderte Projekt "COBRAMAN". Diese Abkürzung steht für Manager Coordinating Brownfield Redevelopment Activities (übersetzt Manager zur Koordinierung von Aktivitäten zur Flächenrevitalisierung). Das Projekt läuft bis zum 31. Mai 2012.
Im Projektrahmen wird das neue Berufsbild des kommunalen "Flächenentwicklungsmanagers" entwickelt, das sich an Projektmanager, die Flächenrecyclingprozesse lenken und unterstützen, richtet. Während der Projektlaufzeit durchlaufen die künftigen Flächenentwicklungsmanager in Stuttgart und bei den anderen Projektpartnern ein intensives "Training on the job". Das hier erworbene Know-How soll auch künftig genutzt werden. International wird das Berufsbild als "Brownfield Manager" bezeichnet.
Wissen aus vorherigen Projekten wird europaweit zusammengeführt.
Bereits in den vorherigen EU-Projekten "REVIT" und "PROSIDE", bei denen sich die Stadt Stuttgart beteiligt hat, wurden Verfahren und innovative Techniken für die Flächenrevitalisierung erforscht. Dieses vorhandene Wissen in einer Datenbank zusammenzuführen ist eine weitere Aufgabe des Projektes "COBRAMAN".
Ziel ist die Entwicklung eines Management-Konzepts für die Flächenrevitalisierung, das europaweit von allen mit der Innenentwicklung befassten Berufsfeldern angewandt werden kann.
Neben der Stadt Stuttgart beteiligen sich die projektleitende Stadt Bydgoszcz in Polen sowie weitere Städte und Institutionen in Polen, Tschechien, Slowenien und Italien.
Die Vorgehensweise bei der Flächenrevitalisierung wird optimiert.
Das gesammelte Fachwissen wird durch die neuen "Brownfield Manager" an ausgewählten Projektflächen in Form von "Best Practice"-Fällen erprobt, so dass durch die Projektpartner möglichst viele verschiedene Aspekte des neuen Prozess-Managements behandelt werden.
Das Fachwissen, dass sich diese Experten aneignen, führt - zusammen mit dem erstellten Flächenentwicklungs-Managementkonzept - zu einer vereinfachten und optimierten Herangehensweise bei der Wiedernutzung innerstädtischer Grundstücke und somit zu kürzeren Entscheidungswegen und Bearbeitungszeiten.
EU-Fördermittel unterstützen dieses Projekt.
Die Kosten des Projektanteils für Stuttgart in Höhe von 741.100 Euro werden zu 75% von der EU-Förderung aus Mitteln der Zielförderung des Europäischen Strukturfonds (INTERREG IV B) für Mitteleuropa (dem sogenannten CENTRAL-Raum) getragen. Ihren Eigenanteil bestreitet die Stadt Stuttgart durch bereits vorhandenes und somit bereits finanziertes Personal.
Daher liegt die ideale Konstellation vor, dass die sowieso zu vermarktenden Standorte nun im Rahmen des EU-Projekt sachgerecht bearbeitet werden und die Stadt gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Flächenentwicklung und zur transnationalen Zusammenarbeit leistet.




