Demografischer Wandel

In Stuttgart werden wir immer älter und "bunter". Diese Entwicklung bringt das Phänomen des demografischen Wandels auf den Punkt. Es gibt mehr Ältere, die im Durchschnitt länger leben. Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Wurzeln in einem anderen Kulturkreis haben und die Vielfalt an Lebensentwürfen war noch nie so groß.

Altersstruktur der Stuttgarter Einwohner am 31.12.2014 nach MigrationshintergundAltersstruktur der Stuttgarter Einwohner am 31.12.2014 nach Migrationshintergund
 

In den letzten zehn Jahren nahm der Anteil der Hochbetagten drastisch zu. Verschärft wird diese demografische Entwicklung durch eine deutliche Abnahme in der Altersgruppe zwischen 18 und 45 Jahren. In der Prognose bis 2020 ist dieser Trend noch wesentlich stärker ausgeprägt.

"Best Practices: Stuttgarter Bausteine für die Entwicklung einer Demografiestrategie"

Wie erstelle ich eine maßgeschneiderte Demografiestrategie für meine Abteilung, mein Amt, meine Kommune?

Alterung der Belegschaft. Fachkräftemangel und Kampf um die besten Köpfe. Wissen verabschiedet sich in den Ruhestand. Intergenerative Teams: das sind die Trends, denen sich die Führungskräfte gegenübersehen.
Wie reagiert man als Führungskraft darauf? Erledigt sich das von selbst? Wie weiß ich, wer wann in den Ruhestand geht? Welches Wissen geht verloren? Wie sieht es mit dem Wissenstransfer aus? Wie kann ich geeignete Fach- und Führungskräfte finden?  Wie arbeiten Jung und Alt in meiner Abteilung gut zusammen? Wie "tickt" die Generation Y? Was ist da meine Gestaltungsmöglichkeit als Führungskraft?
Mit den Antworten auf diese Fragen hat sich eine Projektgruppe der Landeshauptstadt Stuttgart im Rahmen des Förderprojekts der Robert Bosch Stiftung "Führen - Steuern - Wissen: maßgeschneidert in der demografischen Praxis" beschäftigt.
Das Ergebnis: eine Sammlung von Best Practices, die aus den Bereichen der Stadtverwaltung mit den typischen "Berufen mit mangelnden Bewerberzahlen" stammen. Diese Praxisbeispiele wurden in einem Leitfaden zusammengefasst.

Leitfaden: "Best Practices: Stuttgarter Bausteine für die Entwicklung einer Demografiestrategie"

Demografiebericht 2014/15


Demografiebericht 2014/2015 (PDF)

Stuttgarts Bevölkerung wird "bunter" und lebt zunehmend in Einpersonen-Haushalten ("vereinzelter"). Außerdem gibt es immer mehr ältere Menschen. Auch beim Personal der Stadtverwaltung macht sich der demografische Wandel bemerkbar. Wie geht Stuttgart damit um? Der Demografiebericht 2014/15 enthält auf Basis der aktuellen statistischen Zahlen die Strategien und Maßnahmen, um den Demografischen Wandel gut zu managen. Er enthält zudem  Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre. Für das Personal stehen insbesondere die Projekte "Führen - Steuern - Wissen: maßgeschneidert in der demografischen Praxis" (Förderprojekt der Robert Bosch Stiftung) und "Lernen 50+" (Fraunhofer-Studie) im Vordergrund.

"Die Kommunalverwaltung BW im Zeichen des demografischen Wandels"

Ein Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung (Laufzeit bis Juni 2016)

Das Durchschnittsalter der Stuttgarter Verwaltung steigt, und viele Wissensträger gehen bald in Rente. Darauf reagiert die Stadt seit längerem mit zahlreichen Initiativen. Novum: die AG Demografischer Wandel hat pilothaft eine demografiebezogene Abteilungsstrategie erarbeitet. Diese zielt auf konkrete Maßnahmen der Personalgewinnung und -erhaltung sowie auf Wissensweitergabe auf Abteilungsebene. Im Projekt wird die Strategie mit Verwaltungspraktikern zu Leitfäden und Praxisworkshops weiterentwickelt.

Mehr Infos zum Projekt:
Projekt "Führen - Steuern - Wissen: maßgeschneidert in der demografischen Praxis"
Robert Bosch Stiftung - Förderprogramm

"Lernen 50+ in der kommunalen Verwaltung - lebenslang"

Wie es besser gelingt und mehr Spaß macht

Eine Studie der BBBank-Stiftung, durchgeführt vom Fraunhofer-IAO in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Stuttgart

Es wurden über 1000 Verwaltungsmitarbeitende der LHS Stuttgart über 50 Jahre zu ihren Lernvorlieben und -erfahrungen befragt. Eine Kernaussage: das Lernen der Älteren sollte selbstorganisierter erfolgen und ihre Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Sie sollten immer wissen, was wozu und wie zu lernen ist und den Gesamtzusammenhang sowie ihren Lernfortschritt kennen.

Mehr Infos zur Befragung:
Lernen 50+

Die Ergebnisse der Studie:
Zusammenfassung (4 S.): "LERNEN ÄLTERE 50+" (PDF 4,8 KB)
Gesamtdokument (219 S.): "Studie: LERNEN ÄLTERE 50+" (PDF 4,4 MB)
++ Neu ++ Summary (16 S.): "Summary: "LERNEN ÄLTERE 50+" (PDF 2,9 MB)

Demografieberichte Landeshauptstadt Stuttgart

Die Landeshauptstadt Stuttgart verfolgt eine demografieorientierte Strategie. Die Umsetzung der Strategie wird in den Demografieberichten dokumentiert sowie Handlungsempfehlungen vorgeschlagen.

Mehr Infos zu den Demografieberichten:
Demografieberichte der Landeshauptstadt Stuttgart


Die Landeshauptstadt Stuttgart veröffentlichte die folgenden Demografieberichte:

Dem Demografischen Wandel begegnen

Dank der Zuwanderer ist die Bevölkerungsabnahme und -alterung in Stuttgart nicht ganz so dramatisch wie in anderen Städten. Trotzdem muss die Stadt dem Demografischen Wandel begegnen, um im immer schärfer werdenden Standortwettbewerb nicht auf der Strecke zu bleiben. Für junge Menschen müssen Anreize da sein, Kinder zu bekommen. Aber auch auf die immer größere Zahl älterer Bürger muss die Stadt sich einstellen und beispielsweise für Barrierefreiheit im Alltag sorgen.

Programme und Initiativen

In Stuttgart gibt es schon seit geraumer Zeit Programme und Initiativen, die sich direkt oder indirekt mit den Herausforderungen des demografischen Wandels beschäftigen.

Demografischer Wandel in Stuttgart

Mit dem Stuttgarter Generationenvertrag und dem demografischen Stadtbezirksansatz wird das Thema ganz direkt angegangen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen. Die Politik kann die Herausforderungen des Demografischen Wandels nicht alleine bewältigen. Bürgerschaftliches Engagement, beispielsweise in Zukunftskonferenzen, ist gefragt.

Mehr Infos:

Links - Demografischer Wandel im Netz

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Demografie-Konferenz am 19. Juli im Rathaus