Demografischer Wandel
Wir werden immer weniger, älter und bunter. Diese drei Schlagwörter bringen das Phänomen des demografischen Wandels auf den Punkt. Immer weniger Kinder werden geboren, die Menschen leben länger und immer mehr Stuttgarter haben ihre Wurzeln in einem anderen Kulturkreis.
Zwischen 2001 und 2005 nahm beispielsweise der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung um fast elf Prozent zu. Verschärft wird diese demografische Schieflage durch eine Abnahme von fast fünf Prozent in der Altersgruppe zwischen 18 und 45 Jahren. In der Prognose bis 2020 ist dieser Trend noch wesentlich stärker ausgeprägt.
Dem demografischen Wandel begegnen
Dank der Zuwanderer ist die Bevölkerungsabnahme und -alterung in Stuttgart nicht ganz so dramatisch wie in anderen Städten. Trotzdem muss die Stadt dem demografischen Wandel begegnen, um im immer schärfer werdenden Standortwettbewerb nicht auf der Strecke zu bleiben. Für junge Menschen müssen Anreize da sein, Kinder zu bekommen. Aber auch auf die immer größere Zahl älterer Bürger muss die Stadt sich einstellen und beispielsweise für Barrierefreiheit im Alltag sorgen.

- Demografie leben. Foto: Techniker Krankenkasse
Programme und Initiativen
In Stuttgart gibt es schon seit geraumer Zeit Programme und Initiativen, die sich direkt oder indirekt mit den Herausforderungen des demografischen Wandels beschäftigen.
Projekt Demografischer Wandel
Am 12. Februar 2007 hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster das stadtweite Projekt "Demografischer Wandel" auf den Weg gebracht. Es gliedert sich in zwei Teilprojekte: der Stuttgarter Generationenvertrag und "Demografie in den Stadtbezirken" (Stadtbezirksansatz).
Mit dem Stuttgarter Generationenvertrag und dem demografischen Stadtbezirksansatz wird das Thema ganz direkt angegangen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen. Die Politik kann die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht alleine bewältigen. Bürgerschaftliches Engagement, beispielsweise in Zukunftskonferenzen, ist gefragt.
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Unterausschuss "Demografischer Wandel"
Auch die politischen Gremien beschäftigen sich mit dem Thema. Seit Mai 2007 tagt regelmäßig ein Unterausschuss "Demografischer Wandel" des Gemeinderats, dem auch sachkundigen Einwohner angehören.
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Weitere Bereiche
In viele andere Bereiche der Stadtverwaltung spielen die Themen des demografischen Wandels mit hinein. So kümmert sich beispielsweise die Abteilung für Integrationspolitik im Rahmen des "Bündnisses für Integration" um die Belange der Einwohner mit Migrationshintergrund. Gleiche Bildungschancen für alle zu erreichen ist hier ein wichtiger Aspekt, um dem Wandel in der Bevölkerungsstruktur zu begegnen. Ein weiteres Beispiel ist die Kinderbeauftragte: Sie setzt alles daran, Stuttgart zur kinderfreundlichsten Großstadt Deutschlands und damit attraktiv für junge Familien zu machen.
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