Theaterstück "Hallo Oma ich brauch' Geld!"

"Rate mal, wer da spricht...": Mit diesen oder ähnlichen Worten rufen Betrüger vor allem bei älteren Menschen an und geben sich als Verwandte, Enkel oder gute Bekannte aus. Geschickt täuschen die Kriminellen einen finanziellen Engpass oder eine andere Notlage vor und bitten kurzfristig um große Mengen Bargeld. Oder "falsche Polizeibeamte" bitten am Telefon um Geld und Wertsachen, damit diese vor Einbrechern geschützt bei der Polizei verwahrt werden. Dank raffinierter, psychologischer Tricks führen diese Betrügereien sehr häufig zum Erfolg. In manchen Fällen konnten Beträge deutlich über 20.000 Euro ergaunert werden. Die Erkenntnis, dass sie betrogen wurden und das mühsam angesparte Geld für immer weg ist, führt bei älteren Menschen häufig zu Scham, Rückzug und Trauer.



'Hallo Oma, ich brauch' Geld!'Foto: aleutie/www.fotolia.de

Mit dem theaterpädagogischen Ansatz von "Hallo Oma, ich brauch Geld!" werden Menschen ab 60 Jahren über die Abzocke aufgeklärt. Indem einzelne Zuhörer aktiv auf der Bühne mitmachen, wird ihr Bewusstsein für diese Kriminalitätsform besonders gestärkt. Die Teilnehmer fühlen sich wertgeschätzt, persönliche Ängste werden ernst genommen und ihre Selbstsicherheit bei einem "Enkeltrick" oder in anderen Situationen steigt. Die Darsteller reagieren flexibel auf die Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmer und können viele verschiedene Formen von Betrugsdelikten und den bestmöglichen Schutz vor ihnen spielerisch darstellen. Durch engen Kontakt mit Fachleuten des Fachdezernats der Kriminalpolizei bleiben sie stets auf dem aktuellen Stand.

Das Theatersück mit dem Theaterpädagogen Allan Mathiasch wurde seit der Premiere im Jahr 2012 knapp 120 Mal aufgeführt und hat damit mehr als 6.200 Menschen erreicht. 2017 herhielt das Präventionsprojekt den 2. Platz beim Europäischen Präventionspreis

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