Fahrradzählstellen

In Stuttgart gibt es zwei fest eingerichtete automatische Fahrradzählstellen. Die erste Dauerzählstelle wurde am 1. Juli 2012 auf der König-Karls-Brücke in Bad Cannstatt an der Hauptradroute 1 eingerichtet. Eine weitere Zählstelle, ebenfalls auf der Hauptradroute 1 befindet sich in Stuttgart-Süd in der Böblinger Straße. Hier werden die Radler seit 10. Dezember 2013 gezählt. Zukünftig soll es weitere Dauerzählstellen, die die Radfahrerinnen und Radfahrer auf wichtigen Radrouten erfassen, geben.

König-Karls-Brücke

Böblinger Straße

Radfahrer gestern Radfahrer gestern
 
Radfahrer seit 1. Januar 2017
Radfahrer seit 1. Januar 2017
 


Welche Daten werden erfasst?

Stunden-, Wochen- und Monatswerte, Durchschnittswerte, Spitzenwerte.

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Alle Zähldaten


Wie funktionieren Zählstellen?

Die Radfahrer werden erfasst, wenn sie über eine in den Radweg eingelassene Induktionsschleife fahren. Induktionsschleifen erzeugen ein Magnetfeld.
Viele Bauteile eines Fahrrades sind aus Metall und verändern somit die Magnetfeldlinien beim Überfahren der Schleife. Diese Änderung wird analysiert und als Zählimpuls gespeichert.


Was ist ein Fahrradbarometer?

An der Zählstelle auf der König-Karls-Brücke ist zusätzlich für die  Radfahrer ein Fahrradbarometer aufgestellt. Die vorbeifahrenden Radler können so die Daten direkt auf dem Display ablesen. Angezeigt werden die Radfahrer des Tages, des laufenden Jahres und des letzten Jahres zum Vergleich.

Fahrradzähler König-Karls-BrückeFahrradbarometer auf der König-Karls-Brücke Foto: Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung

In 2016 sind durchschnittlich 2200 Radfahrer pro Tag an dieser Stelle vorbeigefahren. An Spitzentagen im Sommer waren es über 5.000 am Tag, insgesamt nahezu 811.000 Radler im Jahr und mehr als 3,4 Millionen seit Beginn der Zählung. Und die Zahl der Radfahrer in Stuttgart steigt weiter.


Warum gibt es Fahrradzählstellen?

Im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung wertet man die Zählstellen regelmäßig aus, um die Radverkehrsplanung und Verkehrsinfrastruktur für die Zukunft anzupassen. So können unter anderem Einflüsse durch Wetter, Ferienzeiten und jährliche Schwankungen analysiert werden.

Die Fahrradzählstellen liefern exakte Zahlen und viele neue Ergebnisse, die ein Beleg dafür sind, dass sich der Fahrradverkehr in Stuttgart weiter entwickelt.

Anzeigetafeln, wie das Fahrradbarometer an der König-Karls-Brücke, werben zusätzlich für das Radeln. Sie signalisieren dem Radfahrer, dass er als Verkehrsteilnehmer ernst genommen wird. Die Radler erfahren über die Anzeigetafel die Anzahl der Radfahrer am jeweiligen Tag sowie die sich daraus ergebende Gesamtzahl im laufenden Jahr an dieser Stelle.

 
 

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