Fair-Trade Stadt

Der Gemeinderat hat am 27. Juli 2011 beschlossen, dass Stuttgart "Fair-Trade-Stadt" werden soll. Auslober des Siegels ist die TransFair Deutschland, Köln.

Bislang wurden rund 60 Städte in Deutschland zertifiziert, sechs davon in Baden-Württemberg. Zu den Fair-Trade-Städten zählen unter anderem Düsseldorf, Dortmund und Hannover, Leipzig und Münster.

Degerloch war zusammen mit dem Berliner Stadtteil Charlottenburg der erste Fair-Trade-Stadtbezirk.

Stuttgart verfolgt einen lokalen Ansatz auf der Ebene der Stadtbezirke. Dort bilden sich Steuerungsgruppen, denen öffentliche Einrichtungen, kirchliche Gruppen, der Einzelhandel, Gastronomie oder Vereine angehören. Eine koordinierende und damit wichtige Rolle spielen die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher.

Der Kölner Verein "TransFair e.V. zur Förderung des Fairen Handels mit der 'Dritten Welt' e.V." wird die Gesamtstadt zertifizieren, wenn zwei Drittel der Bezirke als Fair-Trade-Bezirke sind. Die Stadt will dieses Ziel bis Ende 2012 erreicht haben.

Die Kampagne "Fair-Trade-Stadt" des Kölner Vereins "TransFair e.V. zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e.V." wurde im Jahr 2011 von der gemeinsamen Initiative von Wirtschaft und Bundesregierung "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet. Sie will dem Thema fairer Handel zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und erhebt dazu Städte in Deutschland in den Rang einer sogenannten "Fair-Trade-Stadt".


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Fünf Punkte Katalog

Um diesen Titel zu erlangen, müssen Kommunen einen fünf Punkte umfassenden Kriterienkatalog erfüllen:

  • So muss ein Beschluss der Kommune vorliegen, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird.
  •  Ferner muss eine lokale Steuerungsgruppe gebildet werden, die auf dem Weg zur "Fair-Trade-Stadt" die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
  • Und in den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair-Trade-Produkte ausgeschenkt. Außerdem soll erreicht werden, dass in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen Fair-Trade-Produkte verwendet werden.
  • Informationsveranstaltungen und Bildungsaktivitäten zum Thema "Fairer Handel" ergänzen die Bestrebungen vor Ort.
  • Wichtig ist auch die Beteiligung der örtlichen Medien: Durch entsprechend attraktive Aktivitäten zum Thema "Fairer Handel" werden sie motiviert, die Kommune auf dem Weg zur "Fair-Trade-Stadt" publizistisch zu begleiten.