Fairtrade-Stadt Stuttgart
Der Gemeinderat hat am 27. Juli 2011 beschlossen, dass Stuttgart "Fairtrade-Stadt" werden soll. Auslober des Siegels ist die TransFair Deutschland, Köln.
Bislang wurden über 130 Städte in Deutschland zertifiziert. Zu den Fairtrade-Städten zählen unter anderem Düsseldorf, Dortmund und Hannover, Leipzig und Münster.
Die Kampagne "Fairtrade-Stadt" des Kölner Vereins "TransFair e.V. zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e.V." wurde im Jahr 2011 von der gemeinsamen Initiative von Wirtschaft und Bundesregierung "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.Sie will dem Thema fairer Handel zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und erhebt dazu Städte in Deutschland in den Rang einer so genannten "Fairtrade-Stadt".
Der lokale Fairtrade-Ansatz in Stuttgart
Stuttgart verfolgt einen lokalen Ansatz auf der Ebene der Stadtbezirke. Dort bilden sich Steuerungsgruppen, denen öffentliche Einrichtungen, kirchliche Gruppen, der Einzelhandel, Gastronomie oder Vereine angehören. Eine koordinierende und damit wichtige Rolle spielen die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher.
Degerloch war im März 2011 zusammen mit dem Berliner Stadtteil Charlottenburg der erste Fairtrade-Stadtbezirk. Es folgten die Stadtbezirke Wangen, Vaihingen, Bad Cannstatt, Münster, Möhringen, Botnang, Stuttgart-West, Zuffenhausen, Weilimdorf und Feuerbach. Stammheim und Stuttgart-Ost werden demnächst folgen.
Der Kölner Verein "TransFair e.V. zur Förderung des Fairen Handels mit der 'Dritten Welt' e.V." wird die Gesamtstadt zertifizieren, wenn zwei Drittel der Bezirke als Fairtrade-Bezirke sind. Die Stadt will dieses Ziel bis Mitte 2013 erreicht haben.
Fairtrade = Fairer Handel
Ziel des fairen Handels ist eine gerechte Welthandelsordnung. ProduzentInnen im Süden sollen einen fairen Lohn für ihre Arbeit und Produkte erhalten, der ihnen ein Leben in Sicherheit und Würde ermöglicht. Bildung und Gesundheit, Ökologie und soziale Standards werden durch den Mehrerlös des Fairen Handels erreicht. Insbesondere kleinbäuerliche Kooperativen werden gefördert.
Fairer Handel verteilt keine Almosen, sondern bezahlt den Preis der Arbeit unserer Mitmenschen im Süden. Genau, wie wir das für unsere Arbeit erwarten. Fairer Handel bemüht sich um Nachhaltigkeit in Anbau- und Herstellungsmethoden.
Unabhängige Zertifizierungsorganisationen sichern die Einhaltung der Fairtrade-Standards. Zu diesen zählen:
- Stabile, existenzsichernde Mindestpreise
- Fairtrade-Prämien, die für Gemeinwohlprojekte verwendet werden (z.B. Schulen)
- Verbot illegaler Kinderarbeit
- Verbot von Zwangsarbeit
- Langfristige Handelsbeziehungen
- Gewerkschaftsfreiheit
- Gesundheitsschutz
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Kauf und Verkauf fair gehandelter Produkte hilft Armut abzubauen und ist ein Schritt zum verantwortungsvollen Konsum.
Weitere Informationen
Fairtrade allgemein
- Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
- Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg
- Weltladen-Dachverband
- forum für internationale entwicklung + planung
Schlagwörter
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Fairtrade-Town Stuttgart-Bad Cannstatt
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Fairtrade-Town Stuttgart-Botnang
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Fairtrade-Town Stuttgart-Degerloch
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Fairtrade-Town Stuttgart-Möhringen
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Fairtrade-Town Stuttgart-Münster
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Fairtrade-Town Stuttgart-Vaihingen
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Fairtrade-Town Stuttgart-Weilimdorf
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Fairtrade-Town Stuttgart-West
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Fairtrade-Town Stuttgart-Zuffenhausen


