Kommunale Gesundheitskonferenz in Stuttgart

Die Gesundheit zu erhalten und zu fördern ist im Interesse zahlreicher Einwohnerinnen und Einwohner in Stuttgart und damit das Ziel der gesamten Stadt.

Die Gesundheitsstrategie des Landes Baden-Württemberg beschreibt die Herausforderungen hierzu sehr deutlich: "Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden jedes Einzelnen sowie die Lebensqualität der gesamten Gesellschaft. Diese ist im Vergleich zu vorangegangenen Jahrhunderten durch tiefgreifende Änderungen des Lebensstiles, zunehmenden Bewegungsmangel sowie Übergewicht, einen Wandel des Krankheitsspektrums, eine verstärkte Alterung der Bevölkerung sowie vielfältige gesundheitliche Belastungen im Wohnumfeld sowie der Umwelt geprägt."

Auf dieser Basis hat der Stuttgarter Gemeinderat am 5. Juli 2012 die Einführung des Instruments Gesundheitskonferenz beschlossen. Seit 1998 ist Stuttgart zudem Mitglied im Deutschen Gesunde-Städte-Netzwerk und dort Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendgesundheit.

In Kommunalen Gesundheitskonferenztagungen wird über Fragen der Gesundheitsförderung und Prävention beraten. Auf der Basis von Gesundheitsberichterstattung, Expertenwissen und Betroffenenmeinungen werden Fragestellungen zu örtlichen gesundheitlichen Themen erarbeitet. In Arbeitsgruppen, Netzwerken und auf Tagungen werden dazu Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge entwickelt, umgesetzt und anschließend der Erfolg der Maßnahmen bewertet. Die Arbeitsweise orientiert sich methodisch am Public-Health-Action-Cycle. Der Gemeinderat ist in dieses Verfahren eingebunden und kann auf Basis dieser Ergebnisse steuernd und lenkend die Gesundheitspolitik in Stuttgart gestalten.
Weitere Informationen finden Sie im Konzept der Gesundheitskonferenz:

Kommunale Gesundheitskonferenz - Konzept (PDF - 232 KB)

Zielsetzungen

Die Zielsetzungen der Stuttgarter Kommunalen Gesundheitskonferenzen sind:

  • Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Gesundheitsförderung und Prävention soll geschaffen und gezielt vertieft werden.
  • Bei steigender Lebenserwartung soll es möglich werden, durch gesundheitsförderliche Maßnahmen die Zahl beschwerdefreier Jahre zu erhöhen (Kompression der Krankheitszeiten am Lebensende).
  • Schaffung gesundheitlicher Chancengleichheit und Teilhabe für alle Einwohnerinnen und Einwohner in Stuttgart, unabhängig von Alter, Geschlecht, Muttersprache, Nationalität und Migrationshintergrund, Einkommen, Bildungsstand, Behinderung oder anderen soziodemografischen Variablen.
  • Förderung von Gesundheit, nicht nur der Fokus auf die Vermeidung von Krankheiten (salutogenetischer Ansatz).

Organisation der Kommunalen Gesundheitskonferenz

Struktur der Stuttgarter Gesundheitskonferenz 2016Vergrößern

Die Kommunale Gesundheitskonferenz Stuttgart wird geleitet vom Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration (Referat SI), Herrn Werner Wölfle. Eine Steuerungsgruppe der Gesundheitskonferenz, der neben der Amtsleitung des Gesundheitsamts weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes angehören, leitet wiederum die Gesundheitskonferenz, in Absprache mit dem Bürgermeister.

Die Koordination des gesamten Prozesses übernimmt die Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz, angesiedelt im Sachgebiet "Strategische Gesundheitsförderung" im Gesundheitsamt. Die Geschäftsstelle vernetzt die unterschiedlichen Ebenen miteinander, erstellt die Grundlagen für die örtlichen Analysen (Gesundheitsplanung/Gesundheitsberichterstattung), koordiniert und moderiert den Prozess und begleitet die Umsetzung.

Der Beirat der Gesundheitskonferenz ist ein zentrales Gremium, dem 23 verschiedene Organisationen und Einzelpersonen aus Stuttgarter Einrichtungen und weiteren städtischen Ämtern angehören. Der Beirat wird ebenfalls von Herrn Bürgermeister Wölfle geleitet. In diesem Gremium sind fast alle gesellschaftlichen Bereiche des öffentlichen Lebens vertreten. Das Gremium befasst sich mit den Themen der Gesundheitskonferenzen und begleitet und unterstützt die Konferenz mit ihrem Fachwissen bei der Planung und Umsetzung.

Aktuelle Entwicklungen, Termine und Veranstaltungen, Berichte zu Projekten, Ausschreibungen etc. finden Sie in unserem Newsletter, der dreimal jährlich erscheint. Bei Interesse lassen sie sich in der Geschäftsstelle registrieren. Die letzten Ausgaben finden Sie auch  hier unter "Publikationen".

Die Tagungen der Kommunalen Gesundheitskonferenz sind offene Veranstaltungen, an denen möglichst viele Beteiligte ihr Fachwissen und ihre Ideen und Meinungen einbringen können und sollen. Weitere Informationen zur Gesundheitskonferenz können Sie auch unter "Veranstaltungen" einsehen.

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