Gut hören bedeutet ein großes Stück Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, schonend mit dem Gehör umzugehen, denn die meisten Hörschäden sind irreparabel. Um Stuttgarterinnen und Stuttgarter aller Altersgruppen über die verschiedenen Aspekte des Hörens zu informieren, lud die Landeshauptstadt vom 12. bis 18. Juni unter dem Motto "... pscht - hör mal her!" zu einer vielseitigen Aktionswoche ein, die mit einem Tag der offenen Tür im Klinikum Stuttgart begann.
Die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster übernommen,.
Iniitiert und organisiert wurde die Gesundheitskampagne von der Kommunikationsabteilung der Landeshauptstadt.
Aktionstage im Rathaus
Warum hören wir überhaupt etwas? Wie kann ich mein Gehör erhalten? Was kann ich tun, wenn es nachlässt? Antworten auf diese und andere Fragen gab es beim "Markt des Hörens" am 15. und 16. Juni im Stuttgarter Rathaus. Dort konnten sich Interessierte an vielen Ständen informieren und mit HNO-Ärzten, Hörgeräteakustikern, Betroffenen, Verbänden und anderen Experten ins Gespräch kommen. Interessante Vorträge, eine spannende Podiumsdiskussion und Mitmachaktionen vermittelten darüber hinaus, warum es so wichtig ist, auf sein Gehör zu achten.
"Ich bin in einem Alter, in dem viele schwerhörig werden, daher wollte ich meine Ohren testen lassen", sagte Ingrid Sauermann. Bei der Rentnerin aus Esslingen war alles im grünen Bereich, im Gegensatz zu anderen Besuchern bei den Aktionstagen zur Hörgesundheit.
Um Jugendlichen bewusst zu machen, wo die Toleranzgrenze von 80 Dezibel liegt, wurde am Stand des Landesgesundheitsamts die Lautstärke von MP3-Playern gemessen, wobei es ein Gerät auf 111 Dezibel brachte. Beim Schreitest des Amt für Umweltschutz erreichte Sebastian Molz vom Dillmann-Gymnasium mit 115,2 Dezibel die Lautstärke eines Presslufthammers. "Ich hätte nie gedacht, dass ich so laut schreien kann", erklärte er.
Ganz ruhig wurde es dagegen beim Auftritt des Gebärdenchors. Sechs Frauen vom Gehörlosenverein gebärdeten unter anderem ein selbst komponiertes Lied über die Stuttgarter Stäffele.
Die Aktionstage endeten am Freitag, 18. Juni, mit einer vogelkundlichen Führung. Experte Michael Eick vom Nabu Stuttgart e.V. begab sich dabei mit Interessierten auf die Suche nach dem Nachtreiher und anderen Vogelarten.
Ohrstöpsel bei Konzerten
Den ganzen Sommer über werden Jugendliche im Auftrag der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft bei Konzerten ihre Altersgenossen über die Gefahren zu lauten Musikkonsums aufklären und kostenlos Ohrstöpsel verteilen.