Bundestagswahl 2005

Direktmandate

Nach dem Prinzip der Mehrheitswahl erhalten die Bewerber mit den jeweils meisten Erststimmen das Direktmandat in den insgesamt 299 Bundestagswahlkreisen.

In Stuttgart waren dies für die Wahlkreise:
  • Nr. 259 Stuttgart I: Johann-Henrich Krummacher, CDU
  • Nr. 260 Stuttgart II: Ute Kumpf, SPD

Johann-Henrich Krummacher gelang es auf Anhieb, das Direktmandat im Wahlkreis Stuttgart I zu gewinnen; er knüpft damit an die lange Traditionslinie der CDU-Direktmandate in diesem Wahlkreis (1980 bis 1994 mit Roland Sauer und 1998 mit Hans Jochen Henke) an, die bei der zurückliegenden Bundestagswahl mit dem Erstmandatssieg von Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker (SPD) unterbrochen war.

Das Direktmandat im Wahlkreis Stuttgart II war für Ute Kumpf bereits das dritte in Folge. War der Gewinn des ersten Direktmandats 1998 gegen Erika Reinhardt (CDU) noch eine Überraschung, so ist Ute Kumpf mittlerweile, auch wegen ihrer Kandidatur bei der Oberbürgermeisterwahl 2004, eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der Stuttgarter Politik.


Landeslistenmandate

Über den Einzug der 299 Landeslistenabgeordneten in den Bundestag entscheidet die Platzierung der Kandidaten auf den Landeslisten der Parteien.

Diese reichte für Angela Schmid (CDU) nicht aus, um über die Landeslisten in den Bundestag einzuziehen; im Verlaufe der letzten Legislaturperiode erhielt Angela Schmid als Nachrückerin auf der Landesliste ein Mandat.

Auch der SPD-Kandidat Martin Körner (Stuttgart I) war auf der Landesliste zu weit hinten platziert, um auf diese Weise in den Bundestag einziehen zu können; gleiches gilt für Peter-Stefan Siller (GRÜNE). Die Stuttgarter FDP-Kandidaten erhielten keine Landeslistenplätze.


So entfielen letztlich nur zwei Landeslistenmandate auf Stuttgarter Bewerber:
  • Birgitt Bender, GRÜNE (Stuttgart II)
  • Ulrich Maurer, Die Linke. (Stuttgart II)




Grafik Bundestagsadler