Vitalitätsbestimmung an Bäumen durch Infrarotluftbildauswertung

Um die Frage zu beantworten, wie gesund unsere Stadtbäume sind, wurden von 1983 bis 1999 in fünfjährigen Abständen Infrarotluftbildbefliegungen durchgeführt und anschließend analysiert. Diese so genannten Falschfarbenaufnahmen bilden alle Grünpflanzen in verschiedenen Rottönen ab. Dabei gilt als Faustregel: je kräftiger rot ein Baum auf diesen Bildern erscheint, desto gesünder ist er.

Als erster Schritt zur Datengewinnung erfolgte die Luftbild-Befliegung. Die so gewonnenen Infrarotluftbilder werden vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt photogrammetrisch ausgewertet und die Bäume den einzelnen Vitalitätsstufen zugeordnet. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt hat drei Infrarotluftbild-Befliegungen flächendeckend (in den Jahren 1983, 1988, 1994) für die gesamte Landeshauptstadt ausgewertet. Die Auswertungen ergaben eine hohe Schädigungsrate, vor allem bei den Straßenbäumen und waren Grundlage für die Entwicklung von zahlreichen Maßnahmen zur Baumstandortsanierung, die seit 1984 erfolgreich durchgeführt werden.

Bisher wurden die Infrarotbefliegungen photogrammetrisch mit einem Stereoskop von einem Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamt flächendeckend ausgewertet. Da diese Auswertung sehr zeitintensiv ist, ist geplant in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart, Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) ein Verfahren für die automatisierte Auswertung von digitalen Infrarotluftbildern zu entwickeln. Dadurch sollen eine schnellere Auswertung und eine objektivere Betrachtung der Baumvitalität möglich sein.

Grafik Infrarot-Auswertung der Bäume in GrünanlagenVergrößern
Grafik Infrarot-Auswertung der StraßenbäumeVergrößern
Grafiken: Garten-, Friedhofs- und Forstamt

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