Jugendkunstschule JuKuS

Fantasie und Können

Die Jugendkunstschule Kinderwerkstatt e.V. (JuKuS) vermittelt seit 1972 Kindern und Jugendlichen künstlerische Grundtechniken. Das pädagogische Konzept sieht die nachhaltige Förderung und Entwicklung vor; deshalb ist die Arbeit langfristig angelegt. In zwölfmonatigen Kursen lernen die Teilnehmer verschiedene Techniken, Materialien und Themen kennen.Während dieser Zeit bietet die JuKuS einen Überblick über die vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten. Die Breite des Angebots regt die Einbildungskraft an, die notwendig ist, um eigenverantwortlich gestalten zu können. Eine vorzeitige Spezialisierung würde den Erfahrungshorizont einengen.

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Foto: Jugendkunstschule Kinderwerkstatt e.V.

Kunst mit Fantasie

Muße und Konzentration sind wesentlich für kreatives und fantasievolles Gestalten. Kinder und Jugendliche brauchen Ruhezonen, damit sie Ideen und Fantasien entwickeln können. Sie sollen erfahren, dass es sich lohnt, sich für seine Idee zu engagieren und die beste gestalterische Lösung zu finden. Dies stärkt das Selbstwertgefühl.

Partnerschafts-Projekte

Die JuKuS entwickelt mit den Kindern Projekte, die sie über einen längeren Zeitraum themenbezogen gestalten können. Sie sind oft spartenübergreifend und schließen neben der bildnerischen Gestaltung auch das Schreiben von Texten oder das Aufführen von Theaterszenen ein. In den vergangenen Jahren arbeitete die JuKuS auch mit größeren Partnern zusammmen. So übernahm sie die Bühnengestaltung für die Aufführung des Kindermusicals "Babar der kleine Elefant" der Stuttgarter Philharmoniker und des Musicals "Konferenz der Tiere" durch die Stuttgarter Musikschule .

Projekte

Was in der JuKuS erarbeitet wird, soll an die Öffentlichkeit gelangen. Deshalb werden die Ergebnisse ausgestellt oder auf eine andere Art präsentiert. Zum Weltkindertag 2000 erstellte die JuKuS eine fünf Meter hohe Weltsäule der fünf Kontinente. Auf einer unteren, der mythologischen Schicht bauen sich als Symbol der fünf Erdteile fünf Türme auf. Sie zeigen Elemente der jeweiligen Kulturen, der typischen Tierarten und der Vegetation. Auf der Spitze stehen lebensgroße Gipsfiguren. Sie tanzen um eine Weltkugel, die aus der Mitte der Türme herausragt. Diese Skulptur wurde zunächst im Hof des Alten Schlosses gezeigt; dort war sie Mittelpunkt eines Fests zur Verständigung der Kulturen, das mit Trommeln, Tanz und Gesang gefeiert wurde. Danach wurde die Weltsäule an ihren endgültigen Standort im Mercedesforum gebracht.

Themen

Fast alle Projekte der JuKuS befassen sich mit aktuellen oder mit historisch-mythologischen Themen. So holten sich die Kinder und Jugendlichen im Völkerkundemuseum Anregungen für einen drei Meter hohen Mythentempel, der - beginnend in der Steinzeit - die Wandlung der Kulturen bildhaft darstellt. Unter dem Titel "Erinnerung an das Leben: Denkmale - Grabmale" entwickelten die Kinder eigene Ideen zur Grabgestaltung. Diese präsentierten sie zusammen mit eigenen Geschichten in der Leonhardskirche sowie - bei einer Übernahme der Ausstellung - im Haus der Wirtschaft und auf der Nürnberger Messe "Stone-Tech".Was Kinder von einem Neubaugebiet erwarteten, stellten sie 1997 in einem fünfzehn Quadratmeter großen Modell des städtebaulichen Projekts Stuttgart 21 dar.

Erste Jugendkunstschule in Baden-Württemberg

Die JuKuS wurde 1972 durch eine Privatinitiative von Ursula Thiele-Zoll im Württembergischen Kunstverein Stuttgart gegründet - als erste Einrichtung dieser Art. Das Interesse war von Seiten der Eltern und Kindern überwältigend. Deshalb wurden 1975 und 2000 weitere Werkstätten in Botnang und in der Römerschule eingerichtet.Nach 21 Jahren im Württembergischen Kunstverein zog JuKuS für elf Jahre ins Gustav-Siegle Haus um. Die Räume im Kulturzenturm Unterm Turm bieten ideale Bedingungen, um Kinder und Jugendliche maximal zu fördern.

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