Porsche-Museum

Das neue Porsche-Museum ist Anfang 2009 eröffnet worden. Über drei Jahre lang wurde das futuristische Wahrzeichen am Zuffenhausener Porscheplatz gebaut. In direkter Nachbarschaft zum Stammwerk ruht der Ausstellungsbereich auf drei Betonstützen und erweckt damit den Anschein, zu schweben. 80 Fahrzeuge werden im neuen Museum ausgestellt - außerdem etwa 200 weitere Kleinexponate.

Automobile Farbtupfer sprechen für sich selbst

Was vor einigen Jahren noch gar nicht möglich gewesen wäre, da Baustoffe und Ingenieurwissen noch nicht soweit fortgeschritten waren, hat Porsche nun mit dem Architekturbüro Delugan Meissel verwirklicht: Eine kühne Konstruktion, ein schwebender Baukörper, der die Ausstellung beherbergt und mit 35.000 Tonnen etwa soviel wiegt wie der Eiffelturm in Paris. Die Innenräume sind überwiegend in weiß und schwarz gehalten - einzige Farbtuper sind die sportlichen und historischen Flitzer. Die Ausstellungskonzeption stammt vom Architekturbüro HG Merz. Porsche ist "selbstbewusst genug, die Autos für sich sprechen zu lassen" und verzichtet daher auf eine inszenierte Erlebniswelt. Auch Absperrungen und dergleichen findet der Besucher nicht in der Ausstellung. Porsche präsentiert ein "rollendes Museum": Fast alle ausgestellten Fahrzeuge sind fahrbereit und werden über einen Autoaufzug auf die Straße gebracht, um etwa an historischen Rennen teilzunehmen.

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Autos als Farbtupfer. Foto: Porsche AG

Drei Wege, die Porsche-Geschichte zu entdecken

Wie die Ausstellungsfläche im baulichen Sinne fußt auch die inhaltliche Struktur des Museums auf drei tragenden Säulen: Als Leitfaden dient die chronologisch entlang der Wand aufbereitete Produktgeschichte der Firma Porsche. Diese gliedert sich, beginnend mit dem Urahn aller Porsche-Automobile, dem legendären Typ 64, in zwei Bereiche: Porsche vor 1948 und nach 1948, dem Entstehungsjahr des ersten Porsche 356. Parallel dazu sind die wichtigsten Fahrzeuge, bedeutende Rennklassements und technische Innovationen zu sehen. Eingestreut finden sich die "Ideen Porsche": leicht, konsequent, stark, intensiv, schnell und clever. Jede Idee ist ein sprechendes Bild, das auch durch Kleinexponate bestückt ist.

Auto und Kreise an Decke und BodenVergrößern
Über Soundduschen können Besucher Porsche hören. Foto: Porsche AG

Außerdem: Archiv, Werkstatt, Gastronomie und Konferenzflächen

Im neuen Gebäude, sind neben der Ausstellung auch das Porsche-Archiv und eine Spezialwerkstatt für historische Fahrzeuge untergebracht. Die durch eine gläserne Wand einsehbare Werkstatt steht neben den Oldtimern aus dem Porsche-Depot auch Privatkunden offen, die ihre Fahrzeuge restaurieren oder warten lassen möchten. Neben Kaffeebar, Museumsrestaurant, Shop und Konferenzbereich gibt es im Obergeschoss ein exklusives Restaurant mit Dachterrasse, das unabhängig vom Museumsbetrieb geöffnet hat. Das neue Museum fungiert auch als Veranstaltungsort.

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Das Gebäude scheint zu schweben. Foto: Porsche AG

Weitere Informationen

Buchung von Gruppen- und Sonderführungen:

Telefon: 0711 911 20911
Fax: 0711 911 20356
E-Mail: info.museum@porsche.de

Veranstaltungsanfragen:

Telefon: 0711 911 21911
Fax: 0711 911 21356
E-Mail: events.museum@porsche.de

Das Museum im Internet:


Preise und Öffnungszeiten:

Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro
Dienstag bis Sonntag, 9 bis 18 Uhr

 
 

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