Weissenhofsiedlung

Le Corbusier HausLe Corbusier Haus. Foto: Weissenhofmuseum/Gonzales
Le Corbusier Häuser sind UNESCO Weltkulturerbe

Die Weissenhofsiedlung ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der modernen Architektur: Sie entstand 1927 als Bauausstellung des Deutschen Werkbundes. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe haben 17 Architekten aus Deutschland, Holland, Österreich und der Schweiz ein mustergültiges Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen geschaffen. Die beiden Häuser von Le Corbusier in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung sind am 17. Juli 2017 zusammen mit weiteren Bauten des weltberühmten Architekten zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden.

Grundstücke und Baufinanzierung wurden von der Stadt Stuttgart bereit gestellt: Innerhalb von nur 21 Wochen entstanden 21 Häuser mit insgesamt 63 Wohnungen.

In der Reihe der Werkbund-Ausstellungen in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Weissenhofsiedlung zweifellos diejenige mit der stärksten internationalen Ausstrahlung und der größten Auswirkung auf die Verbreitung des Neuen Bauens als architektonischer Ausdruck der Moderne. Beteiligt waren die wichtigsten Wegbereiter und Avantgardisten der modernen Architektur: Mies van der Rohe als künstlerischer Leiter der Ausstellung, Le Corbusier, Gropius, Hilberseimer, Scharoun, Max und BrunoTaut, Poelzig, Behrens, Oud, Stamm, Döcker und andere.

Bedeutung und Wirkung

In ihrer wechselvollen Geschichte ist die Weissenhofsiedlung ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen des 20. Jahrhunderts und damit ein wichtiger Bezugspunkt für den Blick in die Zukunft der städtischen Entwicklung. Trotz Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und Veränderungen der Bausubstanz zeigt sich die Weissenhofsiedlung auch heute als unverwechselbares Architektur-Ensemble.

Webseite

www.weissenhofmuseum.de

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