Feuerbach ist als eine ursprünglich merowingische Siedlung in einer nördlich des Stuttgarter Kesselrandes gelegenen Bucht des Feuerbachtales entstanden. Seine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1075 erfolgte unter dem damaligen Ortsnamen "Biberbach". Erst seit 1585 ist der Name Feuerbach verbürgt. Der Ort war bis zum Industriezeitalter eine ländliche Gemeinde. Ackerbau, Viehzucht, Weinbau und Steinbruch waren die wirtschaftlichen Schwerpunkte Feuerbachs.
Mit dem Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1846 und der Gründung der ersten Fabrik (Chininfabrik Fr. Jobst) im Jahr 1864 begann die Industrialisierung von Feuerbach. Bis zur Jahrhundertwende hatten sich 45 Unternehmen in Feuerbach angesiedelt, vorwiegend aus den Bereichen Chemie, Leder, Papier, Metall, Textil und Lebensmittel (z.B. Kast & Ehinger/BASF, Werner und Pfleiderer, Robert-Bosch GmbH). Neben den Gewerbe- und Industriegebieten entstanden in Feuerbach zahlreiche Wohnsiedlungen für die in den Betrieben beschäftigten Arbeiter.
Feuerbach wurde zu einer rasch aufblühenden Industriegemeinde, die 1907 das Stadtrecht erhielt, 1929 den westlich gelegenen Nachbarort Weilimdorf eingemeindete und 1933 selbst nach Stuttgart eingemeindet wurde.