Integrationskurse des Bundes

Mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 01.01.2005 wurde die Sprachförderung für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche und Erwachsene neu geregelt. Seither werden flächendeckend Integrationskurse angeboten, für die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg zuständig ist. Eine Optimierung der Kurse erfolgte Ende 2007 und im Juli 2012 im Zuge der Änderung der Integrationskursverordnung.

Das Bundesamt beauftragt lizenzierte Sprachkursträger mit der Durchführung der Integrationskurse.


Hier können Sie recherchieren, welche Deutsch- und Integrationskurse des Bundes und der Landeshauptstadt Stuttgart es in Ihrem Stadtbezirk gibt:


Teilnehmer/innen

Die Integrationskurse des Bundes sind ein Sprachförderangebot für Erwachsene und nicht mehr schulpflichtige Jugendliche. An den Integrationskursen können Ausländer und Aussiedler gemeinsam teilnehmen, seit Ende 2007 ist ein Kursbesuch auch für deutsche Staatsangehörige möglich.

Die Integrationskurse richten sich vorrangig an Neuzuwanderer. Aussiedler erhalten einen Berechtigungsschein für die Kursteilnahme vom Bundesverwaltungsamt, Ausländer von der Ausländerbehörde. Auch Personen, die bereits länger in Deutschland leben, können an den Kursen teilnehmen. Sie müssen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Zulassung zum Integrationskurs beantragen.

Außerdem können sowohl das JobCenter als auch die Ausländerbehörde Ausländer mit schlechten Deutschkenntnissen unter bestimmten Voraussetzungen zum Kursbesuch verpflichten.


Kursumfang

Ein Integrationskurs umfasst in der Regel 660 Unterrichtsstunden und ist untergliedert in einen Basis- und Aufbausprachkurs zu je 300 Unterrichtsstunden sowie einen Orientierungskurs mit 60 Unterrichtseinheiten. Der Orientierungskurs findet im Anschluss an den Sprachkurs statt und bietet eine Einführung in die Rechtsordnung, Kultur und Geschichte Deutschlands. Für Schnelllerner sind Intensivsprachkurse mit 430 Unterrichtsstunden vorgesehen.

Besondere Zielgruppen (Jugendliche, Eltern, Frauen, Analphabeten) können einen Integrationskurs mit bis zu 960 Unterrichtsstunden (Basissprachkurs, Aufbaukurs A und B) besuchen. Bei Bedarf werden auch Förderkurse mit bis zu 960 Unterrichtsstunden für Personen mit Lernschwierigkeiten angeboten.

Bei Nichterreichen des Kursziels (Prüfung B1) kann zusätzlich ein 300-stündiger Wiederholungskurs belegt werden.


Einstufungs- und Abschlusstest

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen vor Beginn des Kurses einen Einstufungstest absolvieren. Der Kurs wird ordnungsgemäß mit einer Prüfung abgeschlossen. Kursziel ist das Erreichen des Sprachniveaus B1 nach dem europäischen Referenzrahmen.

Nähere Informationen zu den Integrationskursen und den Kursträgern erhalten Sie beim Eingliederungsbüro und Clearingstelle der Stadt Stuttgart:
Eingliederungsbüro, Clearingstelle sprachliche Integration, Lastenausgleich


Kosten

Der Kostenbeitrag beträgt 1,20 Euro pro Unterrichtsstunde, für Aussiedler und deren Familienangehörigen entfällt die Teilnahmegebühr. Sozialhilfe- und ALG II-Leistungsempfänger können auf Antrag von den Kosten befreit werden.

Bei erfolgreichem Abschluss des Integrationskurses innerhalb von 2 Jahren nach Ausstellung der Teilnahmeberechtigung, kann das Bundesamt 50 Prozent des Kostenbeitrags erstatten.


Anbieter und Kursträger

In Stuttgart gibt es verschiedene Integrationskursträger, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassen sind. Sie bieten in fast allen Stuttgarter Stadtteilen Integrationskurse an:


Intensivsprachkurse

Allgemeine Informationen zu Intensivsprachkursen und die einzelnen Kursangebote:


Teilzeitsprachkurse

Allgemeine Informationen zu Intensivsprachkursen und die einzelnen Kursangebote: