Der Rundweg beginnt an der Stadtbahnhaltestelle der U14 "Max-Eyth-See". Er führt zunächst zum See. Auf dem linken Uferweg gelangt man bei der Halbinsel ans Heideschloss.
Den Namen Heideschloss gaben Bauern der Ruine, die sie als Reste eines Schlosses deuteten. Durch Ausgrabungen von 1816, 1843 und 1894 und durch Beobachtungen beim Kiesabbau in den Jahren 1928 bis 1943 weiß man, dass es sich hier um einen römischen Gutshof handelt (Näheres siehe Hinweistafel).
Beim Max-Eyth-Steg, seiner Architektur wegen auch "Golden Gatele" genannt, überquert man den Neckar, um nach kurzem und steilen Anstieg den Freienstein zu erreichen.
Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Neckarschleife Richtung Münster und den Max-Eyth-See (siehe Hinweistafel). Geht man ein kurzes Stück zurück und biegt beim Kinderspielplatz auf den Höhenweg ein gelangt man zur Engelburg.
Die Engelburg ist vermutlich die Stelle der alten, um 700 urkundlich bezeugten, Biberburg des Alamannenherzog Gottfried.
Folgt man dem Weg talwärts durch den Park gelangt man zum Schloss der Familie Palm.
Die Gebrüder Palm übernahmen am 4. Mai 1728 das Rittergut Mühlhausen und bauten um 1813 das, auf einem Vorhängerbau stehende, Schloss. Nach Anbauten um 1895 wurde es 1933 von der Stadt Stuttgart erworben und diente mehrere Jahre als Kinderheim. 1971 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und nach einer umfangreichen Sanierung am 11. Juni 1990 als Bezirksrathaus eingeweiht.
Beim Überqueren der Mönchfeldstraße gelangt man durch den historischen Ortskern von Mühlhausen zur Heidenburg.
Die Heidenburg könnte im 12. Jahrhundert entstanden sein, einen Beweis dafür gibt es nicht. Als sicher gilt, dass die Burganlage von den Esslingern 1312 im Reichs- und Städtekrieg zerstört wurde. Aus der Burgkapelle, die der heiligen Walpurgis geweiht ist, entstand später die Pfarrkirche von Mühlhausen. Sie ist erstmals 1275 urkundlich erwähnt.
Folgt man der Veitsstraße gelangt man wieder zur Mönchfeldstraße. Biegt man links ab, erreicht man hinter dem Mac Donald''s den Neckardammweg, dem man neckaraufwärts (gegen den Strom) Richtung Brücke folgt.
Bei der Staustufe überquert man den Neckar und kann mit etwas Glück ein Schiff bei der Schleusenfahrt beobachten.
Unmittelbar nach der Brücke geht es rechts ab und unter der Brücke durch. Nun geht es auf dem Dammweg weiter, diesmal neckarabwärts, am Fährhaus (Fährbetrieb bis 1934) und an den ehemaligen Fischer- und Flößerhäusern vorbei. Nun geht es halbrechts zur St. Barabarakirche hoch. Hinter der Kirche (Wallfahrtskirche zur Stuttgarter madonna) befindet sich die größte, auf Stuttgarter Gebiet, erhaltene Burganlage.
In der Wolfgangstraße gegenüber der St. Barabarakirche steht das ehemalige Schlösschen.
Das sogenannte neue Schlösschen wurde 1722 von dem Ritter Karl Josef von Neuhausen erbaut. Herzog Karl Eugen kaufte 1753 Burg, Dorf und Schloss Hofen und errichtete hier 1779 ein katholisches Militärwaisenhaus. Nach sechs Jahren wurde diese mustergültige Einrichtung - vielleicht die Erste dieser Art in Württemberg - nach Ludwigsburg verlegt. In den folgenden Jahren wird das Gebäude wiederholt als Schule, Rathaus und Wohnhause genutzt. Seit einer 1990 durchgeführten Renovierung befinden sich Eigentumswohnungen im Schlösschen.