Mühlhausen
Der namensgebende Stadtteil wird in einer Traditionsnotiz aus dem Jahre 708 unter dem namen Biberburg zum ersten Mal erwähnt.
Wie der Name vermuten lässt, ist die wirtschaftliche Geschichte Mühlhausens eng mit dem Neckar und der damit verbundenen Möglichkeit des Betreibens von Mühlen verbunden. Von den einst mehreren Mühlen ist leider keine mehr vorhanden.
Die beiden Burgen (Engelburg und Heidenburg) sind heute nur in Fragmenten erhalten. Die Walpurgiskirche, die auf den Mauern der Heidenburg entstanden ist, ist seit der Zerstörung im II.Weltkrieg mit der Turmruine Wahrzeichen und Mahnmal.
Erhalten ist das Palmsche Schloss aus dem Jahre 1813, das auf den Fundamenten einer älteren Anlage errichtet wurde und seit 1989 als Bezirksrathaus dient.
Ein besonderes Kleinod ist die gotische Veitskapelle aus dem Jahre 1380, die mit ihren reichen Wandmalereien und Altären in Stuttgart und selbst in Württemberg ihresgleichen sucht. Sie hat zum großen Glück die reformatorischen Bilderstürme ebenso überstanden, wie das Bombardement 1943.
Mühlhausen ist auch heute noch Mittler zwischen Tradition und Moderne, immer noch geprägt von Weinanbau und Landwirtschaft und funktionierenden lokalen Strukturen aber auch geprägt von der Zugehörigkeit zur Großstadt.
Mühlhausen ist seit 1933 Teil der Stadt Stuttgart und hat derzeit 3.200 Einwohner.

Palmsches Schloss. Foto: Bezirksamt MühlhausenPalmsches Schloss. Foto: Bezirksamt Mühlhausen
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