Was erwartet Ihr Kind von einer Kindertageseinrichtung?
Sicher erwartet es auf jeden Fall viele Spielkameradinnen und Spielkameraden, mit denen es die Welt gemeinsam erforschen und entdecken kann. Diese Räume zur Entfaltung aller Sinne wollen die sozialpädagogischen Fachkräfte in den städtischen Kindertagesstätten bieten und lassen sich dabei von folgenden Grundprinzipien leiten:
Kinder bilden sich von Geburt an selbst
Kinder bauen selbst von Anfang an mit Hingabe an ihrem eigenen Weltbild! Dies erschließt sich für Erwachsene nur "auf gleicher Augenhöhe" mit dem Kind, durch Beobachtung und Wahrnehmung des Kindes, getragen vom Respekt gegenüber den Leistungen des Kindes.
Kinder brauchen Vertrauen und Bindung
Die sozialpädagogischen Fachkräfte in den städtischen Kindertagesstätten verstehen sich als Vertrauens- und Bindungspersonen für Ihr Kind, die Ihrem Kind Bildungsprozesse ermöglichen, es dabei unterstützen und es auch mit neuen Fragen herausfordern. Dies beginnt für bereits in einer intensiven Eingewöhnungsphase, die auch von den Eltern begleitet werden sollte. Bildung soll auch unterstützt werden mit der Gestaltung der Räume, der Zeit und den Materialien für das Kind. Bildung beinhaltet aber auch, Ihrem Kind Themen, Werte und Regeln zu vermitteln, die Erwachsenen wichtig sind. Und es bedeutet auch, Kinderthemen im Dialog zu beantworten.
Es lebe die Differenz!
Im Schwäbischen heißt es: Es gibt (halt) sotte und sotte. Individuelle, geschlechtliche, soziale und kulturelle Unterschiede, Begabungen und Leidenschaften werden geschätz. Sie werden als wichtiger Nährboden für das "Lernen des Lernens" von Kindesbeinen an geschätzt.
Gemeinsame Erziehungspartnerschaft für das Kind
Die sozialpädagogischen Fachkräfte in den städtischen Kindertagesstätten wollen eine Erziehungspartnerschaft mit Ihnen als Eltern aufbauen, bereits in der Eingewöhnungsphase Ihres Kindes in der
Kita . Dabei werden Ihnen regelmäßig die Eindrücke von der Entwicklung Ihres Kindes rückgemeldet. Sie und der Elternbeirat wird einbezogen in den konzeptionellen Prozess der Kita.

Foto: Thomas SchlegelFoto: Thomas Schlegel