Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen

Das besondere bodenrechtliche Instrument der Entwicklungsmaßnahme ermöglicht den Gemeinden die Deckung eines erhöhten Bedarfs an Wohn- und Arbeitsstätten, die Errichtung von Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen oder die Wiedernutzung von brachliegenden Flächen, sofern deren zügige Durchführung im öffentlichen Interesse liegt.

Im Gegensatz zur Sanierungsmaßnahme, die in erster Linie die Beseitigung städtebaulicher Missstände unter Beibehaltung der vorhandenen Nutzung zum Ziel hat, sollen hierbei Teile der Stadt neu entwickelt oder einer neuen Entwicklung (also Nutzung) im Sinne des Allgemeinwohls zugeführt werden.

Dabei soll die Gemeinde sämtliche Grundstücke in einem Entwicklungsbereich erwerben und nach erfolgter Neuordnung an solche Investoren veräussern, die eine Nutzung im Sinne der Entwicklungsziele gewährleisten.

Gesetzesgrundlage sind die Paragraphen 165 bis 171 Baugesetzbuch (BauGB).