Zu Zeiten des Herzogtums Württemberg wurde das Stadtoberhaupt nicht Oberbürgermeister genannt, sondern "Vogt". Ab 1811 hieß es "Stadtdirektor" und ab 1819 "Schultheiß". Damals gab es zwar schon die Bezeichnung Oberbürgermeister, aber diese vergab der König nur an auserwählte Schultheiße als besonderen Ehrentitel. In der heutigen Bedeutung besteht der Begriff Oberbürgermeister seit 1930, als die "Württembergische Gemeindeordnung" in Kraft trat. Seither haben die Stuttgarter ihre Oberbürgermeister. Es ist ein einziger Begriff, der die fünf Persönlichkeiten zusammenfasst, die die Landeshauptstadt in den vergangenen hundert Jahren geleitet haben. Und doch hat jeder seine ganz eigene Handschrift in Stuttgart hinterlassen.
Karl Lautenschlager. Foto: Stadtarchiv Stadt Stuttgart
Karl Strölin. Foto: Stadtarchiv Stadt Stuttgart
Arnulf Klett. Foto: Burghard Hüdig
Manfred Rommel. Foto: Horst Rudel