Friedrich von Schiller

Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am 10.November 1759 in Marbach am Neckar geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Er war ein deutscher Dichter, Philosoph sowie Historiker und gilt als der bedeutendste deutsche Dramatiker. Vieler seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Neben Goethe, Wieland und Herder zählt Schiller zu den wichtigsten Vertretern der Weimarer Klassik.

Friedrich Schiller war der Sohn des Offiziers und Militärwundarztes Johann Caspar Schiller. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier bekam, siedelte die Familie 1763 nach Lorch und drei Jahre später nach Ludwigsburg über. Dort besuchte Friedrich Schiller die Lateinschule. Bereits mit dreizehn begann er seine schriftstellerische Tätigkeit und verfasste seine ersten Theaterstücke. Auf den Befehl des Herzogs Karl Eugen musste er 1773 in die Militärakademie Karlsschule eintreten und begann Recht zu studieren. Die Lehranstalt befand sich zu der Zeit noch im Schloss Solitude bei Stuttgart. 1775 wechselte Schiller das Studienfach und wandte sich der Medizin zu. Ab 1780 arbeitete er als Regimentsmedicus in Stuttgart.

Im folgenden Jahr vollendete Schiller das freiheitliche Theaterstück "Die Räuber". Arrest und Schreibverbot folgten der Uraufführung des Stücks am 13. Januar 1782 in Mannheim. In der Nacht vom 22. auf den 23. September 1782 floh Schiller aus Stuttgart und gelangte über Mannheim (1783), Leipzig (1785) und Dresden nach Weimar (1787).

Im Jahr 1789 nahm Schiller eine Professur für Geschichte und Philosophie in Jena an. Zehn Jahre später zog er mit seiner Familie nach Weimar um, wo ihm am 16. November 1802 das Adelsdiplom überreicht wurde; er durfte sich von nun an Friedrich von Schiller nennen. Am 9. Mai 1805 starb er in Weimar.

Schiller-Statue auf dem SchillerplatzVergrößern
Die Statue auf dem Schillerplatz in Stuttgart erinnert an den bedeutenden Dramatiker. Foto: Karl Semle