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Kindertagesbetreuung

Kindertagesbetreuung unterstützt und ergänzt die Erziehung und Bildung in der Familie und hilft Eltern dabei, Berufstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können. Die Angebote orientieren sich pädagogisch und organisatorisch weitgehend an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und zielen auf die Förderung der Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten (§ 22 Sozialgesetzbuch VIII).

Die Jugendhilfeplanung befördert in Zusammenarbeit mit allen Trägern der Kindertagesbetreuung den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote, aktuell insbesondere der Angebote für 0- bis 3-Jährige. Dabei wird die jeweilige Versorgungs- und Bedarfssituation in den Stadtteilen ebenso berücksichtigt wie der Anspruch, in allen Stadtteilen eine möglichst breite Vielfalt an Trägern und Betreuungskonzepten anzubieten.

Formen der Kindertagesbetreuung

  • Kindertageseinrichtungen

    In Stuttgart gibt es eine große Auswahl an Betreuungsmöglichkeiten und Trägerkonzepten in insgesamt ca. 500 Tageseinrichtungen für Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. Neben den 183 städtischen Einrichtungen gibt es 325 Einrichtungen in freier Trägerschaft. Hierzu gehören Kindertageseinrichtungen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, Eltern-Kind-Gruppen, Waldorfeinrichtungen, Montessorieinrichtungen und Einrichtungen sonstiger freier Träger. Die täglichen Öffnungszeiten variieren von bis zu 6 Stunden mit oder ohne Mittagessen bis hin zu 8 bis 10 Stunden mit Früh-/-Spätbetreuung. Zusätzlich zu den öffentlich zugänglichen Kindertageseinrichtungen gibt es eine zunehmende Anzahl an Betriebskindertagesstätten, die den Kindern der Mitarbeiter/-innen der jeweiligen Firmen zur Verfügung stehen.
  • Kindertagespflege

    Neben der Betreuung in Einrichtungen können Kinder ab dem Säuglingsalter bis zum 14. Lebensjahr von Tagesmüttern oder Tagesvätern betreut werden. Diese Form der Kindertagesbetreuung stellt ein flexibles und familiennahes Angebot dar, das vorrangig für kleine Kinder unter 3 Jahren gewählt wird. Für Kinder ab 3 Jahren wird die Tagespflegebetreuung oft als Ergänzung zur Kindertageseinrichtung oder zur Schule genutzt. Tagesmütter oder Tagesväter betreuen Kinder überwiegend im eigenen Haushalt, verstärkt aber auch in anderen geeigneten Räumen. In Stuttgart gibt es zwei Träger, die Tagespflegepersonen vermitteln und sowohl Eltern als auch potentielle Tagespflegepersonen beraten, die Tagesmütter Börse der Caritas Stuttgart und den Verein Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart.
  • Schulkindbetreuung

    Schüler/-innen der Klasse 1 - 4 können sowohl in Kindertageseinrichtungen mit Plätzen für Schulkinder oder in Schülerhorten direkt an Schulen betreut werden. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine ganztägige Betreuung mit einem Mitagessensangebot. Im Betreuungsangebot "Verlässliche Grundschule" variieren die Betreuungszeiten je nach Grundschule, teilweise ist auch ein Mitagessensangebot enthalten.

Informationen über die Angebote der Kindertagesbetreuung finden Sie unter

Gremien/Vernetzung/Kooperation

  • Handlungsfeldkonferenzen "Kindertagesbetreuung" in allen Stadtbezirken
  • Jährliche Planungsrunden mit den Kindertageseinrichtungen in allen Stadtbezirken
  • Trägerkonferenz Kindertagesbetreuung
  • Trägerkonferenz Kindertagespflege

Aktuelle Entwicklungsthemen

  • Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart - Jahresbericht 2011

    Mit der Gemeinderatsvorlage GRDrs 716/2011 hat die Verwaltung dem Jugendhilfeausschuss am 10. Oktober 2011 den jährlichen Bericht zur Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es rund 430 Plätze mehr für Kinder unter 3 Jahren. Der Versorgungsgrad im Kleinkindbereich liegt zum Stand 01.03.2011 bei ca. 31 %. Durch die im Haushalt 2010/11 und nachfolgend beschlossenen Vorhaben, die sich zum Teil noch in der Umsetzung befinden, wird sich die Versorgungssituation auf ca. 36 % verbessern. Dennoch zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass der Ausbau mit dem vorhandenen und wachsenden Bedarf der Eltern nicht mithalten kann. Der aktuelle Wartelistenabgleich bestätigt noch deutlicher als im Vorjahr, dass in Stuttgart von einer notwendigen durchschnittlichen Versorgung von 50 % bis 60 % der Kleinkinder auszugehen ist, um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllen zu können.
    Gemeinderatsvorlage Nr. 716/2011 Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart - Jahresbericht 2011 (PDF - 109 KB)
    Anlage 2 zur GRDrs 716 (PDF - 23 KB)
    Anlage 3 zur GRDrs 716 (PDF - 28 KB)
    Anlage 4.1 zur GRDrs 716 (PDF - 208 KB)
    Anlage 4.2 zur GRDrs 716 (PDF - 207 KB)
    Anlage 5 zur GRDrs 716 (PDF - 367 KB)

    Zur Deckung des hohen Betreuungsbedarfs hat die Verwaltung dem Gemeinderat umfangreiche Maßnahmenvorschläge zum Ausbau der Kindertagesbetreuung vorgelegt, die derzeit im Rahmen der Haushaltsplanberatungen für die Jahre 2012/2013 zu entscheiden sind.
  • Bildungsförderung in Kindertageseinrichtungen

    Die Implementierung des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg wird in den Stuttgarter Einrichtungen durch ein städtisches Qualifiezierungsprogramm befördert. In den Jahren 2006 - 2011 erhalten alle Stuttgarter Kindertageseinrichtungen zusätzliche Fördermittel mit dem Ziel, die Neuausrichtung der pädagogischen Arbeit an den modernen Konzepten der Frühpädagogik zu unterstützen. Anfang 2010 startet eine Evaluation zur Überprüfung der (Bildungs-) Qualität in ausgewählten Stuttgarter Einrichtungen durch die educert GmbH Berlin.
  • Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen

    Stuttgarter Kindertageseinrichtungen mit einem Anteil von 50 Prozent und mehr erhalten zusätzliche städtische Mittel zur gezielten Sprachförderung. Diese findet auf der Grundlage eines zwischen den großen Trägern abgestimmten Konzeptes, den Stuttgarter Leitlinien zur ganzheitlichen Sprachförderung, statt. Im September 2009 wurde eine Evaluationsstudie zur Sprachförderung abgeschlossen, durchgeführt von der Universität Tübingen, Institut für Erziehungswissenschaften.
    Über 100 Stuttgarter Kindertageseinrichtungen nehmen seit 2011 am Programm "Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil. Einrichtungen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund und mit Gruppen für 0- bis 3-jährige erhalten zusätzliche Stellenanteile für die gezielte sprachliche Förderung von Kindern unter 3 Jahren.
    Stuttgarter Kindertageseinrichtungen, die am Bundesprogramm Frühe Chancen teilnehmen (PDF - 24 KB)
  • Weiterentwicklung der Tagespflegebetreuung

    Um beim Ausbau der Tagespflegebetreuung voranzukommen, hat sich das Jugendamt für eine Teilnahme am "Aktionsprogramm Kindertagespflege" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben und einen Zuschlag für die Aufnahme in die Förderung erhalten. Das Projekt mit einer 2-jährigen Laufzeit (Mitte 2009 - Mitte 2011) hat sowohl die qualitative Weiterentwicklung als auch den quantitativen Ausbau der Tagespflegepersonen durch die Gewinnung neuer Personengruppen zum Ziel. Weitere Informationen liefert die Gemeinderatsvorlage.

     

 

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