Hilfen zur Erziehung (HzE)

Eltern haben Anspruch auf Hilfe bei der Erziehung, wenn eine dem Wohle des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Die Aufgabe des Jugendamts besteht darin, ein dem jeweiligen individuellen erzieherischen Bedarf entsprechendes Angebot zur Verfügung zu stellen. Hilfen zur Erziehung werden in Stuttgart von der Stadt und freien Trägern angeboten (§§ 27 ff. Sozialgesetzbuch VIII).

Die Jugendhilfeplanung übernimmt im Bereich HzE neben den originären Planungsaufgaben (quantitative und qualitative Weiterentwicklung von Angeboten) auch die Aufgabe des Fachcontrollings. Dazu gehören unter anderem träger- und bereichsübergreifende Veranstaltungen zur Qualitätsentwicklung in ausgewählten Fragestellungen.


Angebote der Hilfen zur Erziehung (HzE)

Die Stuttgarter Erziehungshilfelandschaft ist in einem zehnjährigen Entwicklungsprozess grundlegend reformiert worden (1997-2007). Ausgangspunkte waren die fachlichen Ziele der Lebensweltorientierung und Adressatenorientierung. Diese haben zu einer sozialräumlichen Ausrichtung des Hilfeplanverfahrens und einer möglichst individuellen, passgenauen und ressourcenorientierten Anpassung der Unterstützungsmöglichkeiten von Familien und jungen Menschen in Stuttgart geführt. Dabei wurden von Beginn an sowohl ambulante als auch stationäre Unterstützungsformen eingebunden.

In jedem der zehn Planungsbereiche der Stadt ist ein Erziehungshilfeträger als Träger für sozialräumliche Hilfen verantwortlich. Die anstehenden fachlichen Herausforderungen werden in enger Kooperation mit den ebenfalls in den Bereichen ansässigen Beratungszentren des Jugendamtes bearbeitet.
Kernelement sind die so genannten HzE -Stadtteilteams, in denen Fachkräfte der Beratungszentren und der sozialräumlich zuständigen Erziehungshilfeträger "maßgeschneiderte" Hilfeangebote erarbeiten, die dann den Leistungsberechtigten unterbreitet werden. In diese Hilfeangebote fließen auch Ressourcen ein, die im Kontext der fallunspezifischen Arbeit gewonnen wurden.

Die fachlichen Ziele, das entwickelte Hilfeplanverfahren sowie die Vereinbarungen zur Steuerung der Hilfen zur Erziehung sind im Stuttgarter Vertragswerk der Hilfen zur Erziehung festgehalten.

Die Jugendhilfeplanung hat im Zeitraum November/Dezember 2009 die Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung in Stuttgart erhoben. Jeder Träger hat seine Dienste und Einrichtungen dargestellt, seine Zielgruppe sowie sein Profil beschrieben. Die vorliegende Bestandserhebung bietet verschiedene Zugänge. Durch die Bereichszuordnung der einzelnen Beschreibung kann eine regional räumliche Perspektive gewählt werden. Weiterhin wurden die stationären Angebote in verschiedene stadtweite Übersichten nach dem Alter der Zielgruppe und nach ihrer Geschlechter- Ausrichtung zusammengefasst. Eine weitere Tabelle bietet eine Übersicht über die Migrationshintergründe und die Kompetenz im Kulturdolmetschen bei pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Informationen wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann dennoch keine Haftung übernommen werden.


Gremien/Vernetzung/Kooperation

  • Regionale Trägerkoordination in allen Stadtbezirken ca. viermal jährlich; in diesen vernetzen sich die HzE-Träger und die Beratungszentren des Jugendamtes mit den anderen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe im Stadtteil.
  • Bereichsleitungsrunden in den zehn Planungsbereichen zirka einmal im Monat; HzE-Träger und Beratungszentrum mit Vertreter/-innen des Jugendamtes.
  • Gesamtstädtische Bereichsleitungsrunde (Beratungszentren und HzE-Träger) ca. zweimal jährlich.
  • HzE-Konferenz im Jugendamt zirka fünfmal jährlich; Verantwortliche der Träger der Erziehungshilfen und Jugendamt.


Weiterentwicklung der Erziehungshilfen

Für die Weiterentwicklung der Erziehungshilfen standen in den Jahren 2009 bis 2011 in Stuttgart Projektmittel zur Verfügung. Durch unterschiedliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen konnten vielfältige Praxisanstöße gegeben werden. Am 4. Februar 2013 berichtete das Jugendamt über die Veränderungen im Arbeitsfeld der Erziehungshilfe. Im Folgenden ist eine Auswahl der unterstützenden Projekte dargestellt.


Träger der sozialräumlichen Erziehungshilfe

Weitere Träger der Erziehungshilfe

 
 

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