Luft

Erfolgreiche Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Stuttgart

Langjährige Maßnahmen zur Luftreinhaltung, wie die Entschwefelung und Entstickung bei Feuerungsanlagender, die Verbesserungen der Brenn- und Kraftstoffe, sowie effizienterer Energieeinsatz zeigen Wirkung. Die Luftbelastung in Stuttgart bewegt sich heute zum Teil auf einem niedrigen Niveau. Die Grenzwerte für Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO) und Benzol werden deutlich unterschritten. Bei diesen Luftschadstoffen sind die Belastungen seit Jahren als unproblematisch und niedrig einzustufen.

Erhöhte Schadstoffkonzentrationen können dennoch im Winter durch Temperaturinversionen bei gleichzeitig hohem Schadstoffausstoß auftreten. Dabei liegt kalte Luft im Stadtkessel und in den Tälern, wärmere Luft breitet sich darüber aus. Die Luft kann nicht mehr zirkulieren und Schadstoffe sammeln sich in tieferen Lagen an.
Im Sommer sind die Voraussetzungen für erhöhte Ozonwerte zwar weiterhin gegeben, allerdings wird der Zielwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit in Stuttgart inzwischen teilweise unterschritten.

Autoverkehr - die Hauptursache von Luftschadstoffen

Der Autoverkehr ist heute der Hauptverursacher von Luftschadstoffen. Die dadurch entstehenden schädlichen Verbindungen wie Stickstoffdioxid (NO2), Benzol oder Feinstaub gehen zwar tendenziell durch die steigende Anzahl schadstoffarmer Fahrzeuge oder auch von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben zurück, aber in einigen stark befahrenen Straßen Stuttgarts werden die EU weit gültigen Luftschadstoffgrenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub noch überschritten.

Die Stadtverwaltung setzt deshalb den unter der Federführung des Landes Baden-Württemberg entstandenen Luftreinhalteplan kontinuierlich um. Im November 2014 wurde der Luftreinhalteplan zum 2. Mal fortgeschrieben. Das Land hat aktuell allerdings schon eine weitere Fortschreibung angekündigt.
Bereits im Juli 2013 hat Oberbürgermeister Kuhn den Aktionsplan "Nachhaltig mobil in Stuttgart" als Teil des Verkehrsentwicklungskonzeptes Stuttgart (VEK 20130) vorgelegt und zu einer Daueraufgabe für die Verwaltung erklärt. Der Aktionsplan wird 2015 fortgeschrieben und in den Folgejahren konsequent weiter umgesetzt werden. Gegenüber bisher wird dadurch der Maßnahmenkatalog deutlich (Verdoppelung der Maßnahmen) erweitert, wobei die Maßnahmen immer differenzierter und komplexer werden.
So sollen künftig die Luftschadstoffgrenzwerte überall in Stuttgart unterschritten werden und sich die Luftsituation weiter verbessern.

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