Lateinamerika
Kultur, Wirtschaft und Religion: Amazonien und der Zentrale Andenraum
Hauptthema der neuen Lateinamerika-Dauerausstellung sind die kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Beziehungen zweier bedeutender Kulturareale Südamerikas: des zentralen Andenraumes und Amazoniens. Als Symbol für diese Beziehungen steht die größte Schlange der Welt: die Anaconda. Sie erscheint als mythische Ahnin in der Religion vieler Völker des Amazonas-Tieflandes, zeigt sich jedoch ebenfalls als zentrales Motiv in der religiösen Kunst sowie den heutigen Ritualen des zentralen Andenraumes.
Die Ausstellung möchte vor allem auch Kinder ansprechen. An einem Schlauch zum Pressen von Maniok darf gezogen, unterschiedliche Wollqualitäten (Schaf, Alpaka) können ertastet werden. Wie fühlen sich getrocknete Kartoffeln an? Spuckt ein Lama wirklich? Viele für Kinder interessante Fragen werden in der Ausstellung beantwortet.
Tipp:
Amazonien: Das große Ritual
Die Kaiapó-Indianer Brasiliens feiern alle fünf bis sieben Jahre ein großes Fest, die Namensgebungszeremonie. Bei diesem Fest werden Kinder geehrt und bekommen einen zweiten Namen. Dieser zweite Name stammt aus der Natur und sorgt dafür, dass der Mensch sein Leben lang mit der Natur verbunden ist. Die Kaiapó kennen auch andere Feste wie die Maiszeremonie, bei der sie um reiche Ernte bitten. Sie betrachten die Natur als etwas, mit dem man im Gleichklang leben muss. Ihre Religion schafft durch die Rituale die Verbindung zu den Naturgottheiten.
Weitere Themen auf Nachfrage.

