Die Landeshauptstadt Stuttgart verfügt über ein beträchtliches Stiftungsvermögen. Unter dem Namen Stuttgarter bürgerschaftliche Stiftungen bestehen bei der Landeshauptstadt Stuttgart 28 rechtlich unselbständige Stiftungen und 28 Fonds (zur Verwendung bestimmte Zweckvermögen).
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, denen das Allgemeinwohl in unserer Stadt in besonderer Weise am Herzen lag, haben ihr Vermögen der Stadt gestiftet, die das Geld ganz im Sinne der Stifterwillen verwendet. Die städtischen Stiftungen und Fonds ermöglichen der Stadt eine Reihe von sozialen Projekten, die ohne diese Gelder nicht finanzierbar wären. Außerdem kann mit diesen Stiftungsgeldern einer Vielzahl von bedürftigen Personen geholfen werden.
Die Stadtkämmerei führt das Finanzmanagement dieser Stiftungen und Fonds durch. Die Entscheidung über die Mittelverwendung wird von den zuständigen Fachämtern (Sozialamt, Jugendamt, Schulverwaltungsamt, Kulturamt, Sportamt, Eigenbetrieb Leben und Wohnen) bzw. Gremien des Gemeinderats getroffen.
Zwei dieser Stiftungen werden im folgenden etwas näher dargestellt:
1) Die "Vereinigten mildtätigen Stiftungen" gehen auf die Bürgerliche Stiftung Bad Cannstatt zurück, die im Jahr 1541 durch Herzog Ulrich von Württemberg errichtet wurde. Im Stiftungsbrief war die Armenpflege als eigentlicher Zweck der Stiftung bezeichnet, es wurden aber auch nähere Bestimmungen über das Begräbniswesen und Schulwesen getroffen. Seit 1964 lautet der Verwendungszweck: Der Ertrag ist an würdige und bedürftige Bürger (Einwohner) Stuttgarts in Form von Einzelgaben zu verteilen. Die Mittel werden vom Sozialamt ausgeschüttet).
2) Die "Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung" wurde 1994 aus den Nachlässen der Brüder Rudolf Schmid und Hermann Schmid - Unternehmer aus Stuttgart - mit dem Hauptzweck des Baus von Altenheimen gegründet.
Mit den Mitteln der Stiftung wurden bisher Folgendes gebaut:
Weitere herausragende und innovative Projekte der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung sind
Den Stifterinnen und Stiftern gebührt großer Dank, weil sie mit ihrer Stiftung oder ihrem Erbe für unsere Stadtgemeinschaft Gutes schaffen und großes bürgerschaftliches Engagement beweisen, das weit in die Zukunft hinein wirkt. Die gemeinwohlstiftende und zweckgebundene Verwendung dieser Stiftungsgelder und ihre Verwaltung durch verschiedene Fachbereiche und Gremien ist ein wichtiges Ziel der Stadt.