GAZi-Stadion auf der Waldau

Ein traditionsreicher Ort: Schon seit 1905 wird auf der Waldau Fußball gespielt. Die Holztribüne war eine 1:3 Kopie der damaligen Tribüne des englischen Fußballclubs FC Arsenal London. Im Laufe der Jahre wechselte das Stadion mehrfach den Namen: Zunächst wurde daraus das "Kickers-Stadion", 1987 hieß es "Waldau-Stadion" und im Jahr 2004 sicherte sich schließlich die Garmo AG aus Stuttgart das Namensrecht und benannte die Spielstätte in "GAZi-Stadion auf der Waldau" um.

Das eigentliche Stadion, mit vier geschlossenen Seiten, wurde im Jahr 1976 erbaut. Die erste Sanierung fand nach der Übernahme des Stadions durch die Stadt Stuttgart im Jahr 1998 statt. Bei dieser Baumaßnahme wurden die Stahlrohrtribünen durch Betontribünen ersetzt, die Gegengerade überdacht und eine Flutlichtanlage installiert.

Trotzdem erfüllte das GAZi-Stadion auf der Waldau nur unter Erteilung von befristeten Ausnahmegenehmigungen die Zulassungsvoraussetzungen des Deutschen Fußball-Bundes für den Spielbetrieb in der 3. Liga. Der Gemeinderat gab grünes Licht für den Neubau der Haupttribüne und weitere Modernisierungsmaßnahmen im GAZi-Stadion auf der Waldau. Nach neunmonatiger Bauzeit feierte das modernisierte GAZi-Stadion im Februar 2015  seine Wiedereröffnung.

Modernisierungsmaßnahmen im Einzelnen

Die Stadt Stuttgart hat 14,6 Millionen Euro in die Modernisierung investiert:

  • Die Haupttribüne wurde neu gebaut. Sie hat jetzt 2.271 Sitzplätze - fast 1.000 mehr als zuvor.
  • Das Spielfeld wurde verbreitert und erfüllt nun die FIFA-Norm (105 x 68 m). Die neue Rasenheizung sorgt für bessere Spielbedingungen gerade im Winter.
  • Der neue lichtdurchflutete VIP-Raum in der Haupttribüne bietet je nach Bestuhlung Platz für bis zu 1.300 Personen. Die neuen Räumlichkeiten, wie beispielsweise der VIP-Raum, die Umkleidekabinen oder der Pressekonferenzraum können für Tagungen, Familienfeiern oder sonstige Firmenveranstaltungen angemietet werden.
  • Eigentümer und Betreiber des GAZi-Stadions auf der Waldau ist das Amt für Sport und Bewegung.


Refinanzierung über Stadiongroschen

Die Kosten für den Umbau sollen teilweise refinanziert werden: Die Nutzer werden ab der Saison 2015/2016 einen Stadiongroschen an die Stadt abführen, der sich aus den Eintrittskarten errechnet: So fließen 50 Cent pro Steh- und ein Euro pro Sitzplatzkarte zurück in den Stadthaushalt. Insgesamt jedoch höchstens 1,25 Mio. Euro. Zusätzlich zum Refinanzierungs-Groschen wird von den Fußballvereinen ein weiterer Stadiongroschen zur teilweisen Finanzierung der Betriebskosten für die Rasenheizung in Höhe von 0,50 Euro pro Sitz- und Stehplatz erhoben.

Neu ist auch, dass die Gastrorechte an den SV Stuttgarter Kickers vertraglich abgetreten sind. Im Zuge dessen wurden diesem die gastronomischen Einrichtungen sowie der komplette VIP-Bereich zur Nutzung und Vermarktung vermietet.


Heimspielstätte folgender Vereine

  • SV Stuttgarter Kickers (Fußball, 3. Liga)
  • VfB Stuttgart II (Fußball, 3. Liga)
  • ASC Stuttgart Scorpions (American Football, 1. Liga)

Anschrift, Lageplan usw. vom GAZi-Stadion sowie die Adressen der spielenden Vereine im GAZi-Stadion können Sie rechts unter "Adressen" entnehmen.


Fassungsvermögen

Das GAZi-Stadion auf der Waldau fasst offiziell insgesamt 11.468 Zuschauer. Auf der überdachten Haupttribüne finden 2.271 Zuschauer einen Sitzplatz. Die restlichen Zuschauer verteilen sich auf die 9.197 Stehplätze.

Stadionplan Gazi StadionStadionplan Gazi Stadion. Grafik: Stadt Stuttgart


Sport- und Erholungsgebiet Waldau

Nach dem NeckarPark Stuttgart ist das Sport- und Erholungsgebiet Waldau mit 41 ha das größte Sportareal in der Landeshauptstadt. Die Sportvereine des Areals haben insgesamt über 13.000 Mitglieder. Daher hat die Stadt hier ein besonderes Augenmerk auf zeitgemäße Anlagen: So wurde die Eiswelt Stuttgart 2011 komplett überholt. Das nächste große Projekt im Nah- und Erholungsgebiet ist die "Sporthalle Waldau ", die auf dem Hartplatz der TSG Stuttgart entstehen soll.

Das im Januar 2015 von den zuständigen Ausschüssen beschlossene Raumprogramm sieht unter anderem eine Bewegungslandschaft für die Halle vor. Hier können Kinder und Jugendliche spielerisch ihre motorischen Grundfähigkeiten entwickeln. Im Außenbereich der Halle sind ein Kleinspielfeld, ein Bocciafeld und ein Fitnessstudio geplant. Wenn der Gemeinderat die Finanzierung des Projekts beschließt, kann der Bau im Oktober 2016 starten.

 
 

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