Sport und Europa

Sport und dessen gesellschaftliche Rolle wird zunehmend auf europäischer Ebene diskutiert und wahrgenommen. Denn Sport kann in vielen Bereichen einen bedeutenden Beitrag leisten. Die kultur-, erziehungs-, gesellschafts-, gemeinschafts-, wirtschafts- und vor allem gesundheitspolitischen Aspekte des Sports werden immer wichtiger.

Daher werden Gemeinschaftsorgane, Mitgliedstaaten, öffentliche Körperschaften und auch Verbände mittlerweile aufgefordert mitzudiskutieren, wie der Sport im europäischen Einigungswerk und in den Gemeinschaftstexten zu plazieren ist. Zugleich werden die Sportorganisationen dazu aufgerufen, besonders Fördermöglichkeiten finanzieller Art stärker zu nutzen, die Initiativen aus anderen Politikbereichen anbieten.

EU Flagge
Foto: ccvision.de

Mit- und Einwirkungsbereiche für den Sport

Eigenständige Programme für den Sport gibt es auf EU-Ebene nicht. Eine Ausnahme ist der Bereich Doping mit eigener Budgetlinie. Die für den Sport zuständige Generaldirektion Bildung und Kultur in der EU-Kommission versucht aber eine stärkere Präsenz des Sports in den vorhandenen Gemeinschaftsprogrammen der verschiedenen anderen Generaldirektionen durchzusetzen. Darum bestehen für den Sport Mit- und Einwirkungsmöglichkeiten in anderen Politikbereichen der Europäischen Union.

Mittelvergabe nach EU-Regeln

Wichtig ist zu beachten, dass die EU-Kofinanzierung von Projekten nach EU-Regeln vergeben wird und nicht nach den Regeln, die der Sport von Bundes-, Landes- und der lokalen Ebene kennt. Diese Regeln ändern sich zudem von Fachgebiet zu Fachgebiet. Es ist für den Sport auch notwendig, eine klare Vorstellung davon zu haben, was er machen möchte. Anschließend kann er auf europäischer Ebene schauen, in welchem Bereich er eine Förderung beantragen möchte.

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