URB-AL (Urbs América Latina) Steuerung der urbanen Mobilität
Europäisch - lateinamerikanisches Kompetenzzentrum "Urbane Mobilität" Stuttgart
Im Großraum Stuttgart existieren vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Mobilität. Der Bogen spannt sich über 100 Jahre vom Bau des ersten Automobils mit vier Rädern in einer Werkstatt in Stuttgart Bad-Cannstatt bis zur Auszeichnung der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) als "bestes Nahverkehrsunternehmen der Welt" im Jahre 1997. Zu nennen sind insbesondere die Universitäten Stuttgart und Hohenheim, Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Institute und das Fraunhofer-Institut, die Unternehmen der Automobilindustrie, der Automobilzulieferindustrie, der Informations- und Kommunikationstechniken, und die öffentliche Hand, vor allem SSB, Verband Region Stuttgart und Stadtverwaltung und Mobilitätszentrale.
Diese Kompetenzen auszubauen, ist Anliegen des Gemeinderats sowie der Stadtverwaltung. Um das Profil der Landeshauptstadt zu einem Kompetenzzentrum für Mobilität in Europa fortzuentwickeln, bewarb sich die Stadt um die Koordination des Netzwerks Nummer 8 "Steuerung der urbanen Mobilität“ im Rahmen des URB-AL-Programms der Europäischen Kommission. In einem zweistufigen Verfahren setzte sich Stuttgart gegen zahlreiche Bewerber durch und wurde ausgewählt, das Netzwerk Nummer 8 zu koordinieren.
Nach einer dreijährigen Koordinationszeit, in der jährliche Mitgliedertreffen in Stuttgart (2000 und 2003) und Mexico
City (2002) abgehalten wurden, lief die EU-Förderung für die Netzwerksteuerung aus. Das Netzwerk kann auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Über 260 Städte und Regionen Europa und Lateinamerika wurden Mitglied, über 50 sonstige Institutionen mit speziellem
Know-how im Verkehrsbereich zu externen Partnern des Netzwerks.
Die EU-Kommission genehmigte für das Netzwerk "Steuerung der urbanen Mobilität" zehn "gemeinsame Projekte" mit einem Fördervolumen von über 5 Millionen Euro. Die Projekte wurden von unterschiedlichen Städten in Europa und Lateinamerika koordiniert, zahlreiche Städte, Firmen, Universitäten und Nicht-Regierungsorganisationen haben daran teilgenommen. Die Fragestellungen, für die gemeinsam innovative Lösungsansätze entwickelt werden, weisen eine große Bandbreite auf und reichen von der Radwegeplanung über die Ausbildung von Busfahrern bis hin zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs in großen Metropolen. Informationen über alle Projekte werden im Netzwerk
Cities for Mobility, das auf dem URB-AL-Netzwerk aufbaut, zur Verfügung gestellt.


