Förderung im Bereich der Aufgaben des Sozialamts

Als Träger der Sozialhilfe ist die Landeshauptstadt Stuttgart im Rahmen der Daseinsvorsorge verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass den leistungsberechtigten Stuttgarterinnen und Stuttgarter die für die Sozialleistungen erforderlichen sozialen Dienste und Einrichtungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen.

Allgemeine Voraussetzungen für eine Förderung

  • Die Maßnahme, deren Förderung beantragt wird, ist  erforderlich und geeignet, eine im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge liegende Aufgabe zu erfüllen.
  • Der Gemeinderat stimmt der Förderung zu.
  • Die Gesamtfinanzierung der Maßnahme ist gesichert.
  • Der Antragsteller setzt im angemessenen Umfang Eigenmittel ein.
  • Die Förderung beschränkt sich in der Regel auf Leistungen, die für Stuttgarterinnen und Stuttgarter erbracht werden. 

Antragsberechtigte Träger

Antragsberechtigt sind juristische Personen, die

  • nach ihrer überwiegenden Zweckbestimmung Hilfe ohne die Voraussetzung einer Mitgliedschaft oder einer Vorleistung an hilfsbedürftige Personen gewähren und
  • gemeinnützig im Sinne von § 52 der Abgabenordnung sind
  • als Mitgliedsorganisationen oder Untergliederung einem Spitzenverband der Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart angeschlossen sind (Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V., Evangelischer Stadtverband, Katholisches Dekanat)
  • Israelitische Religionsgemeinschaft.
sonstige Vereinigungen, die
  • juristische Personen im Sinne des Privatrechts und gemeinnützig im Sinne von § 52 der Abgabenordnung sind.

Selbsthilfegruppen oder andere Anbieter, deren
  • Tätigkeit durch den Gemeinderat als förderungswürdig anerkannt ist und die Gewähr für eine sachgerechte und ordnungsgemäße Verwendung öffentlicher Mittel bieten.

Schwerpunkte der Förderung

  • Angebote für psychisch Erkrankte
    (Selbsthilfegruppen, Tagesstätten, Beschäftigungsmöglichkeiten für chronisch psychisch Kranke, Sozialpsychiatrische Dienste).
  • Angebote für Menschen mit Suchtproblematik
    (Selbsthilfegruppen, Kontakt- und Anlaufstelle, Beratung, Diamorphingestützte Substitution)
  • Angebote zur Selbsthilfe
    (Kontakt- und Informationsstelle für Stuttgart - KISS Stuttgart e.V. sowie Selbsthilfegruppen)
  • Angebote für Ältere
    (Treffpunkt 50plus, StadtSeniorenRat Stuttgart e.V., Beratung, Begegnungsstätten, Wohnberatung, Mobile Soziale Dienste und Nachbarschaftshilfen, Hol- und Bringdienste, Gerontopsychiatrische Dienste, Beratung für Demenzkranke und Angehörige, Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz, Gerontogruppen in Begegnungsstätten, Besuchsdienste für isoliert lebende Menschen, stationäre Mittagstische, Gesprächskreise für pflegende Angehörige und Hinterbliebene, Beschwerde- und Beratungsstelle für Probleme in der Altenpflege)
  • Angebote für Erwachsene
    (Bonuscard Kultur, Bahnhofsmission, Zentrale Schuldnerberatung, Betreuungsvereine, Haus- und Familienpflege, Qualifizierung von ehrenamtlichen Sterbebegleitern, Begleitung und Beratung Sterbender und Schwerstkranker, Autonomes Frauenhaus, Beratungsstelle für Frauen, STOP-Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt, Hilfe in Lebenskrisen und bei Selbsttötungsgefahr)
  • Angebote für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten
    (Tagesstätten, Fachberatungsstellen)
  • Angebote für Menschen mit Behinderung
    (Beratungsstellen, Familienentlastende Dienste)
  • Hilfe für Flüchtlinge
    (Soziale Betreuung)

Formen der Förderung

Die städtische Förderung erfolgt auf der Grundlage von Gemeinderatsbeschlüssen in Form von jährlichen Betriebszuschüssen, einmaligen Investitionszuschüssen oder einmaligen Zuwendungen.

Für die Zuwendungsnehmer sind nachstehende Nebenbestimmungen verbindlich:
Allgemeine Nebenbestimmungen zum Zuwendungsbescheid (PDF)

 
 

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