Gottlieb Daimler

Gottlieb Daimler wurde am 17. März 1834 in Schorndorf geboren und starb am 6. März 1900 in Bad Cannstatt.

Daimler machte zuerst eine Schlosserlehre, studierte Maschinenbau und sammelte berufliche Kenntnisse in England und Frankreich.

Als technischer Direktor der Gasmotorenfabrik Deutz, von 1872 bis 1882, baute er mit Wilhelm Maybach den ersten 100 PS-Gasmotor und machte sich gemeinsam mit Wilhelm Maybach 1883 in Cannstatt mit einer eigener Werkstatt selbständig. Hier entwickelten sie einen Verbrennungsmotor, der 1885 im ersten Motorrad und ein Jahr später im ersten vierrädrigen Automobil erprobt wurde. Dieses Automobil fuhr 1887 zum ersten Mal die Strecke von Stuttgart nach Cannstatt und das mit 18 Kilometern pro Stunde. 1892 bauten Daimler und Maybach den ersten Zweizylinder-V-Motor. Die 1897 von Robert Bosch erfundene Niederspannungs-Magnetzündung ermöglichte dann den Vierzylindermotor.

1890 gründete Gottlieb Daimler die Daimler-Motoren-Gesellschaft in Cannstatt, seit hat sie ihren Sitz in Untertürkheim, die mit ihren Mercedes-Wagen große Rennerfolge erzielte und sich zu einer Weltfirma entwickelte. 1926 wurde sie mit der Benz & Cie AG zur Daimler-Benz AG, der heutigen Daimler AG, vereinigt. Ab 1902 hießen die Personenwagen "Mercedes" - nach der Tochter des Rennwagenkonstrukteurs Jelinek.

Gottlieb-Daimler Gedächtnisstätte im Kurpark Bad CannstattVergrößern
Heute erinnert die Gottlieb-Daimler Gedächtnisstätte im Kurpark Bad Cannstatt an den Konstrukteur. Foto: Stadt Stuttgart