Kinderzahnpflege: Fluorid baut auf, wehrt ab und repariert

Fluoride sind Spurenelemente, die für die Bildung von Knochen und Zähnen unentbehrlich sind. Durch Einlagerung in den Zahnschmelz erhöhen sie dessen Widerstandsfähigkeit gegenüber Säuren. Sie beschleunigen den Einbau von Mineralien in bereits angegriffenen, entkalkten Zahnschmelz und fördern somit den natürlichen Reparaturmechanismus des Speichels. Da uns die tägliche Nahrung nicht genügend Fluorid anbietet, sollte für eine wirkungsvolle Kariesvorbeugung Fluorid ergänzt werden.

Fluoride bieten Schutz

Fluoride bieten, richtig dosiert und regelmäßig angewendet, einen wirkungsvollen Kariesschutz.

Unser Tipp

  • Im ersten Lebensjahr Ihres Kindes beginnen Sie in der Regel mit der kombinierten Karies-Rachitis-Prophylaxe in Form der vom Kinderarzt/Kinderärztin verschriebenen Fluoridtabletten mit Vitamin D. Bitte beachten Sie bei der Zubereitung von Babynahrung den Fluoridgehalt des Trink- oder Mineralwassers: Ist der Fluoridgehalt höher als 0,3 mg Fluorid/Liter, sollte auf die Gabe von zusätzlichem Fluorid verzichtet werden. Trink- oder Mineralwasser mit einem Fluoridgehalt von mehr als 0,7 mg Fluorid/Liter sollte in der Säuglingsernährung nicht verwendet werden.
  • Nach Absetzen der Fluoridtabletten empfehlen wir für die ganze Familie den Gebrauch von fluoridiertem Speisesalz. Die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz ist in der Kinderernährung ab dem zweiten Geburtstag angezeigt.
    Zusätzlich zum fluoridierten Salz sollte das Kind jetzt zum Zähneputzen eine fluoridhaltige Kinderzahnpasta mit maximal 500 ppm Fluorid benutzen.
  • Wird keine fluoridhaltige Zahnpasta und kein fluoridiertes Speisesalz verwendet, sollte weiterhin die Fluoridtablette in altersgerechter Dosierung gegeben werden.
  • Bei Fragen zum Thema Fluoride, zur Wirkungsweise, ihren Anwendungsmöglichkeiten und der Dosierung wenden Sie sich bitte an Ihre Kinder- oder Kinderärztin oder Ihren Zahn- oder Zahnärztin.

 
 

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