Sozialplanung - Menschen mit Behinderung

Die Sozialplanung ermittelt den Bedarf für Einrichtungen und Dienste und vereinbart mit den Leistungserbringern der freien Wohlfahrtspflege die konkreten Planungsvorhaben. Einer finanziellen Förderung neuer Einrichtungen geht jeweils eine Bestätigung der Notwendigkeit durch die Sozialplanung voraus.

Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen steht in der Landeshauptstadt Stuttgart neben dem Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger eine gut ausgebaute und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene soziale Infrastruktur zur Verfügung. Am 31. Dezember 2007 lebten insgesamt 500 Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung in Stuttgarter Wohnheimen und 150 im ambulant betreuten Wohnen. Dies geht aus dem Stuttgarter Teilhabeplan Wohnen und Tagesstruktur für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen hervor.

Der gesamte Teilhabeplan ist im Bereich Publikationen als PDF-Datei hinterlegt.

In den kommenden Jahren werden vor allem kleinere dezentrale Wohnangebote entstehen, in denen Menschen mit Behinderungen so selbstständig und selbstbestimmt wie möglich wohnen werden. Die Persönlichen Budgets eröffnen darüber hinaus erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten bei der Teilhabe und der Unterstützung im Alltag.

Zusatzbedarf gibt es weiterhin in Förder- und Betreuungsgruppen für Menschen mit Behinderungen, die nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen beschäftigt sein können. Bei diesen Angeboten wird es über das Jahr 2008 hinaus einen weiteren Ausbau geben.

Um die umfassende Teilhabe behinderter Menschen am Leben der Gesellschaft sicher zu stellen, bedarf es noch großer Anstrengungen. Dies zeigen die Ergebnisse eines Fachtags, der unter dem Motto "Teilhabe konkret!" am 8. Mai 2008 im Stuttgarter Rathaus stattfand. Gefragt sind Kooperationsprojekte, aber vor allem auch die Öffnung von Angeboten im Stadtgebiet, die der ganzen Bevölkerung zur Verfügung stehen. Ziel ist, Gelegenheiten und Anreize zu schaffen, dass Menschen mit Behinderungen eingebunden in den Stadtteil, verlässlich unterstützt und möglichst eigenständig ihr Leben gestalten können.

Die Dokumentation des Fachtags steht im im Bereich Publikationen zur Verfügung.


Fachgespräch "Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz"

Von den insgesamt 1200 erwachsenen Menschen mit Behinderung, die Ende 2007 in Stuttgart ein Tagesstrukturangebot nutzten, sind etwa 400 Personen 45 Jahre und älter. Es gilt sicherzustellen, dass künftig ausreichende Versorgungsstrukturen für demenziell erkrankte Menschen mit Behinderung vorhanden sind.

Auf Einladung der Sozialverwaltung haben Expertinnen und Experten aus den Gebieten der Alten- wie der Behindertenhilfe, aber auch angrenzenden Fachbereichen am 26. Juni 2009 im Stuttgarter Rathaus an einem Fachgespräch teilgenommen und die Frage diskutiert, wie Menschen mit einer geistigen Behinderung und einer demenziellen Erkrankung eine für sie optimale Versorgung erhalten können. Es wurden die Möglichkeiten ausgelotet, wie die vertretenen Fachbereiche Informationen austauschen, Betreuungskonzepte vergleichen und Schnittstellen ermitteln können.

Die Dokumentation des Fachgesprächs ist im Bereich Publikationen als PDF-Datei hinterlegt.

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