Zippel, Jeanette

geboren 22. Februar 1963 in Kempten

Das Hauptanliegen von Jeanette Zippel ist die Kunst im öffentlichen Raum. Dabei verknüpft sie die Aussage ihrer Kunstwerke mit ökologischen Zusammenhängen. Unter anderem schafft sie aus Naturmaterialien Plastiken, die natürliche Formen aufgreifen und - wie der Bienengarten auf dem Killesberg - sogar von Tieren bewohnt sind. So wird das Lebendige Bestandteil des künstlerischen Konzepts.

In Stuttgart ist Jeanette Zippel mit zwei Kunstwerken vertreten.

Jeanette Zippel: Bienengarten, 1993Vergrößern
Jeanette Zippel: Bienengarten ©Wolfram Janzer

Künstlerische Entwicklung

Jeanette Zippel besuchte 1983 die Freie Kunstschule Stuttgart. Von 1984 bis 1990 studierte sie Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Nebenher machte sie 1982-1995 eine klassische Gesangsausbildung im Fach Experimenteller Gesang.

Nach einer Dozentur am Kunstseminar der Freien Hochschule Metzingen von 1995 bis 2001 war sie von 2001 bis 2006 Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall. Seit 2006 ist sie Vorstand des Vereins Zukunftswege e. V..

Arbeiten über Bienen

1986 realisierte Jeanette Zippel erste Freiluftprojekte auf Korsika und Griechenland. Bei diesen Projekten verband sie Kunst mit ökologischen Zusammenhängen.

Wenig später - also sehr früh in ihrer Karriere - setzte sich Zippel, die selbst Imkerin ist, ab 1987 in ihren künstlerischen Arbeiten mit Bienen auseinander. Zu erkennen ist das nicht nur an der Wahl der Materialien, sondern vor allem bei der Wahl ihrer Themen.

In ihren Werkgruppen "mit und über Bienen" stellte Zippel die Lebens- und Arbeitsformen des Bienenvolkes in Beziehung zum Menschen und zur Kunst. Diese Beziehung zwischen Mensch und Biene und die Suche nach möglichen Analogien bildet den Mittelpunkt ihres gesamten Schaffens.

Darüber hinaus fertigt Zippel Collagen, Zeichnungen und Drucke aber auch Arbeiten auf Bienenwachspapier. Sie entwickelte auch belebte Skulpturen: diese sind entsprechend den Bedürfnissen von verschiedenen Tieren aus Naturmaterialien geformt. Bienen, Wespen und Vögel nisten sich in ihre Arbeiten ein - sie integriert in ihre Kunst naturhaftes Geschehen.


Die Arbeiten von Zippel beruhen auf der perfekten Symbiose von Natur und Kunst. Durch das Zusammenwirken von lebendigen Aktivitäten und den unbelebten Kunstwerken entwickelt sie eine neue Dimension in der Kunst: die "belebte Skulptur".

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg: Bärbel Küster. Heidelberg 2006.

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