Franke, Karl-Heinz

geboren 22. Juni 1916 in Berlin
gestorben Januar 2006

Ein Schwerpunkt von Karl-Heinz Frankes Arbeit ist das Thema der Spiegelung. Franke wandte es zuerst bei seinen Edelstahl-Objekten an und übertrug es später in die Malerei. In Stuttgart ist er mit drei Werken vertreten.

Säule aus EdelstahlVergrößern
Karl-Heinz Franke, Burgenlandschaft
Mehrere Edelstahlsäulen stehen neben zwei Bäumen.Vergrößern
Karl-Heinz Franke: Edelstahl-Säulenwald ©Wolfram Janzer

Künstlerischer Werdegang

Karl-Heinz Franke, Metallplastiker und Maler, studierte von 1932 bis 1937 in Dessau. Nach 1945 war er in Stuttgart ein Schüler von Willi Baumeister und beschäftigte sich mit abstrakter Malerei. In erster Linie arbeitete er aber in seinem erlernten Beruf als Bühnenbildner am Theater der Jugend und später in der Komödie im Marquardt in Stuttgart. Im Jahr 1950 trat er der Gruppe "Süd West" bei.

Erst in den 1960 Jahren wandte sich Franke der Plastik zu und fertigte Objekte aus Edelstahl an. Er gestaltete so genannte "Waldsäulen" aber auch Wandreliefs. Diese Edelstahl-Objekte lassen durch ihre knittrig gefaltete Struktur verzerrte Spiegelungen entstehen. Das Licht tritt neben dem Betrachter als Hauptakteur auf und macht die Reflexion zu einem Teil der Plastik. Seine Plastiken bilden nicht nur geometrische Formen in sich und zueinander, sondern sie passen sich auch in den umgebenden Raum ein.

Spiegelbilder

Erst Ende der 1960 Jahre entstanden seine ersten "Spiegelbilder". Franke übertrug die an den Spiegelplastiken beobachteten Spiegelungslinien und -formen in fließende Farbflächen und erschuf somit farbige Kompositionen. 1984 gründete Karl-Heinz Franke die viel beachtete Gruppe "Konstruktive Tendenzen", die Künstler aus dem ganzen süddeutschen Raum vereinte.

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg. Bärbel Küster. Heidelberg 2006.

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