Calder, Alexander

geboren 22. Juli 1898 Lawton/Pennsylvania
gestorben 11. November 1976 New York

Den Schwerpunkt Alexander Calders Arbeit bildet die Verbindung aus Bewegung und Statik. Er zählt zu den Hauptvertretern der kinetischen Plastik. In Stuttgart ist er mit dem Kunstwerk Crinkly avec disque rouge vertreten. Es steht an prominenter Stelle direkt vor dem Kunstmuseum steht.

Rot-gelbes Kunstwerk vor dem Kunstmuseum StuttgartVergrößern
Alexander Calder: Crinkly avec disque rouge, 1973 (Aufstellung 1979) ©Wolfram Janzer

Künstlerische Entwicklung

Alexander Calder , Sohn einer Künstlerfamilie, studierte zunächst Ingenieurwissenschaften.
1923 begann er bei der New Yorker Art Student´s League Mal- und Zeichenunterricht zu nehmen. Zwei Wochen, die er im Zuge seiner Arbeit als Pressezeichner einer amerikanischen Satirezeitschrift bei einem Zirkus verbrachte, wurden für ihn zum Schlüsselerlebnis als Künstler. Die ganz eigene Atmosphäre der Zirkuswelt inspirierte ihn zu vielen skurrilen Zeichnungen und zu ersten Entwürfen zierlicher, beweglicher Drahtfiguren.
1926 ließ er sich in Paris nieder. Dort besuchte er die Académie de la Grande Chaumière , trat der Künstlergruppe Abstraction-Création bei und feierte Erfolge mit seinem Miniaturzirkus, dessen Draht-Akrobaten verblüffende Kunststückchen vollführen konnten.
Die Begegnung mit dortigen Künstlern sollte ihn stark prägen: Bald verband ihn eine tiefe Freundschaft mit Joan Miró. Besonders faszinierten ihn die abstrakten Gemälde Piet Mondrians.

Alexander Calder
schuf in Paris freibewegliche, hängende Mobiles, die in Farb- und Formgebung sehr von Mondrian geprägt waren. Doch schon bald verloren die Formen ihre strikte Geometrie und wurden stattdessen spielerischer, organischer. Als künstlerischen Gegenpol zu seinen zierlichen, bunten Mobiles schuf Calder auch so genannte Stabiles - bewegliche, monumentale Stahlplastiken.

Schwerpunkt A. Calders

Bewegung und Statik wurden zum Kernthema von Calders Werk. Er begann nun diese Gegenpole zu kombinieren. Die späten Plastiken werden zu Mobile-Stabiles und verbinden Bewegung und Standfestigkeit, wie auch die Stuttgarter Skulptur Crinkly avec disque rouge.

Wenn alles klappt, ist ein Mobile ein Stück Poesie, das vor Lebensfreude tanzt und überrascht, so Alexander Calder.

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg. Bärbel Küster, Heidelberg 2006.

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