Pfahler kam eher durch Zufall zur Kunst und begann sein Studium im Alter von 22 Jahren an der Akademie der Bilden Künste in Nürnberg. 1950 wechselte er an die Stuttgarter Akademie, die er bis 1954 besuchte. Zunächst studierte er dort Keramik und wandte sich dann der Malerei zu. Starke Impulse gingen von seinem Lehrer Willi Baumeister aus.
1955 war Pfahler Mitbegründer der Gruppe 11 (Kerngruppe des Informel und Action Painting in Stuttgart). Der Leitsatz dieser Künstler, zu denen auch Baumeister gehörte, war: dem abbildenden, verweisenden Charakter eines Kunstwerkes den Rücken zu zukehren und sich einem direkten, konkreten Umgang mit Farbe und Form zu öffnen. Eine besondere Rolle bei diesem neuen Gestaltungswillen spielten dabei Raum, Fläche, Farbe aber auch Bewegung. Die Formensprache zeichnete sich vor allem durch einfache, geometrische Grundstrukturen aus.
Anfang der 60er Jahre wird Pfahlers Formensprache konkreter. Scharf konturierte Farbflächen und einfache geometrische Formen prägen die Farbformmalerei "hard edge". Der Stuttgarter Künstler war der Hauptvertreter und Vorreiter dieser Entwicklung in Deutschland.
Seine Maxime war es, nur durch Einsatz von Farbe, unter Verzicht von perspektivischen Mitteln, Räumlichkeit darstellen zu können. Er ordnete die Form der Farbe unter, indem er sich auf einige wenige geometrische Formen beschränkte. Die Acrylfarbe wurde glatt und fein aufgetragen um die Spuren des Malprozesses auszumerzen.
Ab 1965 wandte sich Pfahler den Farbraumprojekten zu. Er wechselte vom fiktiven Farbraum auf zweidimensionaler Ebene in den realen architektonischen dreidimensionalen Raum. Das Spannende am Stuttgarter Farbraumprojekt ist, dass es sowohl als Bildobjekt als auch als Raumobjekt erlebbar ist.
Ab Mitte der 90er Jahre führte der künstlerische Weg von Georg Karl Pfahler weiter. Er schuf den Raum als Objekt, den begehbaren Farbraum. Bei diesen Werken wird der Raum zur Architektur selbst.