Böhm, Herbert A.

geboren 1. Mai 1948 in Stuttgart

Der Mensch bildet den Schwerpunkt von Herbert A. Böhms Arbeit. Er stellt den Menschen als isoliertes Individuum, in inniger Zweisamkeit und in den unterschiedlichsten Positionen dar. In Stuttgart ist er mit zwei seiner Werke vertreten.

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Herbert A. Böhm: Unbeschreiblich weiblich ©Wolfram Janzer

Künstlerischer Werdegang

Herbert A. Böhm studierte von 1970 bis 1978 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei den Professoren Fegers, Ellwanger und Schubert. Ein weiterer Lehrer Böhms war Alfred Hrdlicka, der Böhms späteren Stil stark prägen sollte. 1978/79 war Böhm Assistent im Fachbereich Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 1980 lebt und arbeitet Herbert A. Böhm als freier Bildhauer in Stuttgart.

Der Mensch bei Böhm

Der Mensch, allein oder zu zweit, stehend oder kauernd, ist Böhms Hauptthema. Im Thema wie auch in der Behandlung des Materials bleibt der Stuttgarter Bildhauer sich und seinem Lehrer Hrdlicka treu. Manche Partien der Figuren sind nur rudimentär, grob aus dem Stein herausgehauen, wirken schemenhaft und unfertig. Sie zeigen Bearbeitungsspuren von Bohrern, Zahn- und Spitzeisen. Andere Körperteile hingegen sind sorgfältig bis ins kleinste Detail gearbeitet und poliert.

Böhms Skulpturen strahlen Persönlichkeit aus. Sie ringen mit dem Stein - es scheint, als wollten sie aus dem Material heraussteigen und Eigenleben gewinnen.

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg. Bärbel Küster. Heidelberg 2006.

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