Cragg, Tony (Anthony)

geboren 9. April 1949 in Liverpool /England

Im Mittelpunkt von Anthony Craggs Arbeit stehen Gefäße, die er als "Metaphern für Lebewesen" sieht. In den "Early Forms" werden Innen- und Außenflächen von Gefäßwänden durch Drehungen und Umstülpungen miteinander verschränkt. In Stuttgart ist er mit einigen Kunstwerken vertreten.

Schwarze Skulptur auf einem SockelVergrößern
Tony Cragg: Points of View ©Wolfram Janzer

Künstlerischer Werdegang

Nach einer naturwissenschaftlichen Schulausbildung war Cragg zwischen 1966 und 1968 Labortechniker in einem biochemischen Forschungslabor, mit dem Ziel Naturwissenschaftler zu werden. Doch er entschied sich anders. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er 1969 bis 1970 am Gloucestershire College of Art and Design in Cheltenham und 1970 bis 1973 an der Wimbledon School of Art/London. Von 1973 bis 1977 studierte er Skulptur am Royal College of Art in London. Nach seiner künstlerischen Ausbildung zog er nach Wuppertal, da er das Rhein-Ruhr-Gebiet mit seinem Kontrast von Kunst und Industrie, von Natur und Stadt, als ideales Areal zum Leben und Arbeiten empfand. Von 1978 bis 1988 hatte er einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf, von 1988 bis 2001 lehrte er dort als Professor für Skulptur. Danach war Tony Cragg fünf Jahre Professor an der Universität der Künste in Berlin.

In seiner Experimentierphase in den 1970er Jahren begann Cragg , vorgefundene Materialien wie Bretter, Pappkartons oder nach Farben geordnete Plastikabfälle zu so genannten "Stacks" zusammenzuschichten. 1980 führte er diese Installationen aus verschiedenartigen Fundstücken auf Wandflächen fort. Die verwendeten Fundstücke erhielten durch die Kombination einen neuen Bild- und Sinnzusammenhang. Ab 1984 gestaltete Tony Cragg nach dem Vorbild gefundener Gegenstände erste Glas-, Gips- sowie Metallgussobjekte.

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart: Hrsg. Bärbel Küster. Heidelberg 2006.
  • www.tony-cragg.com

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