Klein, Wolfgang

geboren 15. März 1931 in Esslingen

Wolfgang Kleins gestalterisches Interesse gilt in erster Linie der Bauplastik. Diese passte er sorgfältig in die umgebende Architektur ein; oft setzte er dabei korrespondierende Materialien oder genormte Teile ein. In Stuttgart ist Wolfgang Klein mit sechs Kunstwerken vertreten, von denen hier drei näher beschrieben werden.

Wolfgang Klein: Flügel über Landschaft, 1977Vergrößern
Wolfgang Klein: Flügel über Landschaft, ©Wolfram Janzer

Künstlerischer Werdegang

Wolfgang Klein machte von 1945 bis 1948 eine Bildhauerlehre. Danach studierte er von 1952 bis 1957 Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Professor Otto Baum. Dort arbeitete er eng mit Architekturstudenten zusammen, denen er bei der Herstellung ihrer Entwürfe und Gipsmodelle half. Durch seine Arbeit mit Architekturmodellen lernte er, Landschaften in räumlichen Strukturen zu sehen.

Wolfgang Klein lebt und arbeitet in Esslingen am Neckar.

Anfangsjahre

Zumeist passte Wolfgang Klein das Material der Kunstwerke dem der Architektur an - er arbeitete folglich mit Beton, Backstein oder Stahl. Um sein Ziel zu erreichen, seine Kunst in die Architektur zu integrieren, entwickelte er seine Bauplastiken vor Ort und komplettierte die Architektur, indem er ihre Merkmale und Charakteristika in seine Kunstwerke aufnahm.

1960 realisierte er die erste Arbeit für die Stadt Stuttgart: ein Betonrelief und das Klinkerrelief Spaziergänger an der Fassade der Parkschule in Stuttgart-Zuffenhausen.

Wende zur Freiplastik

Im Laufe der Zeit empfand er die Architektur zunehmend als eintönig. Er wandte sich deshalb mehr der Freiplastik zu: Freiplastik (1963, Kaufmännische Berufsschule Stuttgart-Feuerbach).

Ab 1965 entwickelte Klein bewegliche Plastiken ein Jahr später experimentierte er mit variablen Elementen. Die Verwendung von Normteilen in der Architektur (ab 1968) wirkte sich auf seine Konzeption von Reliefs und Bauplastiken aus.

1974 kehrte der Esslinger Künstler zu poetischen Konstruktionen zurück und begann mit den Porträtköpfen.

1977 entstand die Flügel-Plastik aus Edelstahl im Rahmen der Ausstellung "Kunst im Stadtbild" in Stuttgart (heute zerstört) sowie die Edelstahlskulptur Flügel über der Landschaft für die Landespolizeidirektion II.

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg. Bärbel Küster. Heidelberg 2006.

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