Mosler, Mariella

geboren 1962 in Oldenburg

Den Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens von Mariella Mosler bilden Arbeiten, in denen sich filigrane, oft auch ornamentale Kleinformen mit großen Zusammenhängen verbinden. Dabei interpretieren ihre Kunstwerke oft ihre räumliche Umgebung neu und erschaffen eine zuvor nicht geahnte raumpsychologische Wirkung.

In Stuttgart ist Mariella Mosler mit einem Werk vertreten.

Ein roter Baum aus Plastik.Vergrößern
Mariella Mosler: Roter Baum ©Franziska Trinkner

Künstlerische Entwicklung

Mariella Mosler absolvierte das Studium der Philosophie und der Freien Kunst von 1985 bis 1992 in Hamburg bei B. J. Blume und S. Brown. Bereits ab 1987 entstanden Arbeiten im öffentlichen Raum. Spätestens seit ihrer documenta X-Beteiligung 1997 in Kassel ist Mariella Mosler der internationalen Kunstszene ein Begriff. Heute lebt sie in Hamburg und Stuttgart, wo sie zudem als Professorin für Freie und Angewandte Keramik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste lehrt.

Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise. Ihre Arbeiten wurden bereits in Europa, Kanada, Japan und Israel ausgestellt. Charakteristisch für Mariella Moslers frühen Werke sind ihre Sandarbeiten. Sie schüttet Sand zu fragilen, fließenden Formen. Dieser Prozess ähnelt dem meditativen Bearbeiten fernöstlicher Zen-Gärten. Aus dem Arsenal der europäischen Kunst stammen hingegen die Muster, die sie dem körnigen Material einschreibt: barocke Schnörkel, verspielte Blumenmotive oder auch strenge geometrische Ornamente.

Mit sanfter Ironie verbindet Mariella Mosler so zwei Kulturkreise in einem Kunstwerk. Dies setzt sich auch in ihren größeren Arbeiten fort, in denen sie unter anderem mit ihren Kunstwerken räumliche Zusammenhänge verändert und neu gestaltet.





Unterthemen

 
 

Mehr zum Thema