1943 musste der österreichische Bildhauer italienischer Herkunft, Wander Bertoni, seine Heimat Italien verlassen und kam als Zwangsarbeiter nach Wien. Dort nahm er in den Jahren 1946 bis 1952 an der Akademie der Bildenden Künste sein Studium auf; am Ende der Ausbildung wurde er Meisterschüler bei Fritz Wotruba.
1946 war Bertoni Mitbegründer des Art-Club, einer unabhängigen und internationalen Wiener Künstlervereinigung. Bereits 1947 nahm Bertoni an öffentlichen Ausstellungen teil und gewann 1950 seinen ersten Bildhauerpreis für seine Skulpturen im öffentlichen Raum. 1954 und 1956 vertrat er Österreich bei der Biennale in Venedig.
Von 1965 bis 1995 lehrte Bertoni als Professor an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.
Bertoni lebt in Wien und Winden am See im Burgenland.
Am Anfang der künstlerischen Arbeit von Wander Bertono standen figurative Skulpturen, die seine Beschäftigung mit dem Kubismus zeigen.
Zu Beginn der 1950er Jahre entstanden abstrakte Arbeiten in Holz oder Stein, die durch die neue europäische Plastik (Alexander Archipenko, Constantin Brancusi und Max Bill) angeregt wurden.