Otto Herbert Hajek: Wegezeichen-Ensemble "Zeichen ortieren Orte"
Die fünfteilige Arbeit mit dem Namen Zeichen ortieren Orte - Wegezeichen war eines von Otto Herbert Hajeks letzten großen Projekten. Hajek wurde 1997 von der Sparda-Bank eingeladen, anlässlich ihres 100 jährigen Bestehens ein Konzept zur Gestaltung der Stuttgarter Filiale auszuarbeiten. In den vier Wegezeichen verbinden sich Plastik, Malerei und Text zu einem wirkungsvollen Kontrast zu den Bürogebäuden in der Umgebung. Sie wirken wie ein künstlerisches Vermächtnis, indem sie - lose aufeinander bezogen - mit ihrer Formensprache ein neu entstandenes Areal prägen, das in den 1990er Jahren nördlich des Stuttgarter Hauptbahnhofs auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofs entstanden ist. Hierzu zählt auch an der Heilbronner Straße der Neubau der Sparda-Bank.
Wegezeichen 1
An der Südwestseite der Bank steht auf einer kleinen Verkehrsinsel in Richtung Innenstadt Hajeks
Wegezeichen 1 (1998/99), die größte Bronzeplastik Stuttgarts. Sie wird im Stuttgarter Volksmund aufgrund ihrer Form und Farbe auch "die goldene Rakete" genannt. Die elf Meter hohe, dreiteilige Skulptur besteht aus einem Sockel, einem sich nach oben hin verjüngenden Pfeiler und einem darauf balancierenden Zylinder, der pfeilartig gen Himmel weist. Die Enden des Zylinders sind in einem stumpfen und einem spitzen Winkel abgeschnitten und golden bemalt. Die Farben rot und blau setzen farbige Akzente auf Pfeiler und Zylinder.
| Titel | Wegezeichen 1 |
| Jahr | 1998/99 |
| Material | Bronzeguss, Farbe |
| Maße | Höhe 11,10 m |
| Standort | Sparda-Bank, Heilbronner Straße, Stuttgart Mitte |
| Eigentümer | Sparda-Bank |
Wegezeichen 2 und 3
Folgt man der Richtung, die Hajeks Wegezeichen 1 weist, stößt man auf Wegezeichen 2 und 3 ebenfalls aus Bronze. Beide markieren den Haupteingang der Sparda-Bank und greifen die Durchdringung von Kubus und Zylinder aus Wegezeichen 1 auf. Sie entsprechen einander in Form und Material, doch sind sie doch verschieden. Einmal durchdringt der Zylinder den vertikal stehenden Pfeiler, das andere Mal umhüllt der Pfeiler den vertikal stehenden Zylinder. Ein Bodenmosaik aus blauem, rotem und gelblichem Granit verbindet die Bronzeskulpturen.
| Titel | Wegezeichen 2 und 3 |
| Jahr | 1998-2000 |
| Material | Bronzeguss, Bodenmosaik, farbiger Granit |
| Maße | Höhe 6,00 m |
| Standort | Sparda-Bank, Eingang, Am Hauptbahnhof 3, Stuttgart-Mitte |
| Eigentümer | Sparda-Bank |
Wegezeichen 4
An der Heilbronner Straße sind die Wegezeichen 4-Struktursäulen platziert, 16 m hohe, rot lackierte Stelen aus Stahl mit blauen und gelben Akzenten. Durch ihre extreme Höhe, den bewegten Umriss, den lebhaften Farbkontrast wirken sie wie Fahnenmasten mit flatternden Fahnen, die das Gebäude und die Einfahrtsstraße nach Stuttgart markieren.
| Titel | Wegezeichen 4 (Struktursäulen) |
| Jahr | 1998-1999 |
| Material | Stahl, Farbe |
| Maße | Höhe 16,00 m |
| Standort | Sparda-Bank, Heilbronner Straße, Stuttgart-Mitte |
| Eigentümer | Stadt Stuttgart |
Technische Daten Ensemble
| Künstler | Otto Herbert Hajek |
| Titel | Zeichen ortieren Orte, Wegezeichen 1-4 |
| Jahr | 1998-2000 |
| Standort | Sparda-Bank, Heilbronner Straße, Stuttgart Mitte |
| Eigentümer | Sparda-Bank Stuttgart |
| Beschreibung | 1997 wurde Otto Herbert Hajek von der Sparda-Bank eingeladen, anlässlich ihres 100 jährigen Bestehens ein Konzept zur Gestaltung der Stuttgarter Filiale auszuarbeiten. Es entstand eine fünfteilige Arbeit mit dem Namen Zeichen ortieren Orte - Wegezeichen. |
Zeichen ortieren Orte
Zeichen orientieren Orte - das war das Konzept dieser mehrteiligen Arbeit Hajeks für die Sparda-Bank. Im Sockel des
Wegezeichen 1 hat der Künstler seine Gedanken festgehalten.
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