Regenwasser

Zum großen Teil fließt Regenwasser in Bäche und Seen sowie über den Boden in das Grundwasser. Durch die zunehmende Bebauung sammelt es sich aber auch auf Dächern und befestigten Flächen wie Hofflächen, Parkplätzen oder Straßen. Dieses Niederschlagswasser wird bisher meistens in die öffentliche Kanalisation abgeleitet. Problematisch wird es, wenn die Kanalisation überlastet wird - zum Beispiel, wenn es stark regnet oder gewittert - aber auch nach der Schneeschmelze. Denn die vorhandenen Regenrückhaltebecken können die Wassermassen nur begrenzt aufnehmen.

Diese Form der Ableitung ist auch aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr zeitgemäß, da das Niederschlagswasser ebenso wie das Schmutzwasser in der Kläranlage aufwendig behandelt werden muss. Eine sinnvolle Alternative hierzu kann sein, Regenwasser im Haushalt zu nutzen oder zu versickern. Da die Abwassergebühren seit 1. Januar 2007 getrennt nach Regenwasser (Niederschlagswasser) und Abwasser berechnet werden, kann dies im Einzelfall auch die Kosten für das Abwasser senken.

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Foto: www.ccvision.de

Regenwassernutzung

Niederschlagswasser hat zwar keine Trinkwasserqualität, kann aber im Haushalt wunderbar genutzt werden: Zum Beispiel, indem man es für die Toilettenspülung verwendet oder den Garten damit bewässert. In jedem Fall ist es ratsam, sich für die Nutzung im Haushalt eine Zisterne einzubauen, auch, um einen Puffer für niederschlagsarme Zeiten zu haben. Kleidung mit Regenwasser zu waschen ist zwar zulässig, wird aber vom Gesundheitsamt aus hygienischen Gründen nicht empfohlen. Bei vermieteten Wohnungen muss auf jeden Fall ein Trinkwasseranschluss für das Wäschewaschen vorhanden sein.

Versickerung

Eine andere sinnvolle Form der Ableitung von Niederschlagswasser ist die Versickerung auf dem eigenen Grundstück. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Untergrund durchlässig ist und eine ausreichende Aufnahmefähigkeit aufweist. Außerdem sind bestimmte Vorgaben einzuhalten, um eine gefahrlose Versickerung zu gewährleisten. Andernfalls kann das versickernde Wasser zu Vernässungen auf dem Grundstück und Feuchtigkeitsschäden am eigenen Gebäude oder beim Nachbarn führen. Diese Schäden sind teilweise nur sehr aufwendig und kostspielig zu beseitigen. Vor einer Entscheidung über eine Versickerung sollte daher unbedingt ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

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