Boden als Filter und Puffer

Die menschlichen Einwirkungen auf die Stuttgarter Stadtböden sind vielfältig. Durch Sorglosigkeit und Unwissenheit bei den verschiedenartigen Nutzungen sind mancherorts Schadstoffe auf oder in den Boden gelangt.

Dann wirkt Boden als Filter und Puffer. Er fängt die Schadstoffe auf und hält sie zurück. Teilweise werden sie an die Bodenbestandteile gebunden. Abbauprozesse reduzieren den Schadstoffvorrat. Ein ausgewogenes Porenvolumen, ein neutraler pH-Wert, viel organische Substanz und aktive Bodenorganismen kennzeichnen das Maß der Filter- und Pufferwirkung.

Diese Leistungskapazität ist nicht unendlich. Bei Überfrachtung oder Zerstörung, zum Beispiel des Bodengefüges, "stirbt" der Filter und Puffer. Dann gelangen Schadstoffe ungehindert ins Grundwasser, in die Pflanzen und letztendlich in die menschlich Nahrungskette.

Speziell die Lehmböden der Filder- und Gäuflächen aber auch die tonigen Keuperböden im Stuttgarter Talkessel und des Cannstatter Beckens filtern und puffern vergleichsweise gut.

'Öl-Epple'
Foto: Amt für Umweltschutz

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