Jugendgesundheitsstudie Stuttgart 2005

Die Jugendgesundheit ist verbesserungsbedürftig.
Bei weitem nicht alle Jugendlichen sind gesund und fit.

Grundlagen der Gesundheitsstudie

Die Jugendgesundheitsstudie wurde im Herbst 2005 von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes durchgeführt. Dabei nahmen 546 Jugendliche und 441 Eltern teil. Mit der Studie hat das Gesundheitsamt erstmals eine für Stuttgart repräsentative Datenbasis geschaffen. Verwendet wurden die gleichen Fragebogen und Untersuchungsmethoden wie beim bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey KIGGS, der zeitgleich in ganz Deutschland durchgeführt wurde. Auf der Grundlage der Ergebnisse sollen nun gezielt Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung entwickelt werden.

Auswertung

Weitere Auswertungen folgen im Laufe des kommenden Jahres, beispielsweise zu Themen wie gesundheitsbezogene Lebensqualität, Geschlechtsunterschiede in der Gesundheit, Verhalten und psychische Auffälligkeiten, Gewalt, Präventionsverhalten, Rauchen, Nutzen ärztlicher und therapeutischer Leistungen. Sobald das Robert Koch-Institut die Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys KIGGS vollständig vorlegt, können die Stuttgarter Ergebnisse mit den bundesweiten Daten verglichen werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Jugendgesundheitsstudie zeigen, dass es den Jugendlichen in Stuttgart im Großen und Ganzen gut geht. Dennoch besteht in mehreren Bereichen Handlungsbedarf.

Mehr als die Hälfte der Stuttgarter Acht- und Neuntklässler ist mindestens drei Mal pro Woche körperlich aktiv, aber 16,3 % sind übergewichtig. Nur 33 % nutzen die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 und 23,5 % leiden unter Schlafstörungen.

So empfindet ungefähr jeder achte Stuttgarter Jugendliche (13 %) seinen Gesundheitszustand als mittelmäßig bis sehr schlecht. Verglichen mit Daten, die die Weltgesundheitsorganisation WHO für Deutschland erhoben hat, steht Stuttgart zwar besser da, nachdenklich stimmt aber die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Förderschulen ihren Gesundheitszustand drei Mal häufiger mittelmäßig bis sehr schlecht einschätzen als Gymnasiasten (19 % im Vergleich zu 6 %).

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