Verhaltensbezogener Lärm

Wer hat sich nicht schon einmal über eine laute Party der Nachbarn, das Dauergekläffe eines Hundes oder laute Kinder geärgert?

Unter verhaltensbezogenem Lärm sind diejenigen (sozialen) Geräusche, die unmittelbar von Menschen oder auch von Tieren verursacht und die als belästigend empfunden werden, zu verstehen. Darunter fällt zum Beispiel, wenn Kinder während des Spielens auf der Straße oder im benachbarten Garten lauter sind, das Bellen der Hunde bis hin zum Hahnenkrähen oder Hühnergegacker.

Dieser sog. verhaltensbezogene Lärm wird vom Immissionsschutzrecht nicht erfasst; es sei denn die sozialen Geräusche stehen in Zusammenhang mit einer Anlage im Sinne des §3 Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG). Ein Tierheim oder ein Hühnerstall beispielsweise können Anlagen im Sinne des BImSchG darstellen.

Die diesem Themenbereich zugeordneten Arten von Belästigungen werden primär durch den verhaltensbezogenen Lärm verursacht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass in diesem Zusammenhang der Lärm durch technische Anlagen ganz "außen vor" bleibt. Aufgrund von Überschneidungen ist eine strikte Trennung nicht immer möglich. Dies wird besonders gut am Beispiel des Kinderspielplatzes deutlich. Das Rumtollen der Kinder zählt zum sozialadäquaten verhaltensbezogenen Lärm, wohingegen die Quietschgeräusche eines Karussells dem Bereich "Lärm technischen Ursprungs" zuzuordnen sind.

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Foto: www.ccvision.de

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