Bodenindikation

Im Bodenschutzkonzept Stuttgart (BOKS) wird mit einer neuen Methode, der so genannten "Bodenindikation", gearbeitet. Grundlage ist die "Planungskarte Bodenqualität".

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Über die Flächenanteile eines Plangebiets und denen aus der Planungskarte ablesbaren Bodenqualitätsstufen werden "Bodenindex-Punkte" berechnet. Dieser gebietsspezifische Punktestand (="Bodenindex") ist - im Gegensatz zur Angabe des reinen "Flächenverbrauchs" (= keine Aussage zur Bodengüte!) - ein Indikator, der auch qualitative Bodenaspekte beschreibt. Dieser Punktestand schrumpft bei jeder Inanspruchnahme von Boden proportional zum örtlichen Qualitätsverlust (=Verlust an Bodenfunktionen). Auf diese Art lässt sich jede Beanspruchung des Bodens in der Planung prognostizieren und nach erfolgten Eingriffen eindeutig und objektiv messen. In der Praxis wird die "Bodenindikation" zu folgenden Zwecken eingesetzt:

  • Definition bestimmter Qualitätszustände
  • Veranschaulichung von Trendentwicklungen
  • Wirkungsprognosen und Variantenabgleichen
  • Steuerung
  • Kontrolle/Überwachung (Monitoring) der Bodeninanspruchnahme