Im Durchschnitt acht Stunden - aber nicht mehr als zehn (§ 3 ArbZG)

Zum Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer darf die werktägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten. Eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden werktäglich ist zulässig. Arbeitet ein Arbeitnehmer bei mehreren Arbeitgebern (Doppel- oder Mehrfacharbeitsverhältnis), so sind die Arbeitszeiten stets zusammenzurechnen. Die Summe der zusammengerechneten Arbeitszeiten dürfen die v.g. Höchstgrenzen nicht überschreiten.

Wird die werktägliche Arbeitszeit von acht Stunden überschritten, so muss in diesem Fall innerhalb von sechs Kalendermonaten bzw. 24 Wochen ein Ausgleich geschaffen werden, so dass die durchschnittliche Arbeitszeit von werktäglich acht Stunden (= 48 Stunden wöchentlich) nicht überschritten wird.

Wer an Werktagen zur Nachtschicht kommt, darf auch grundsätzlich nur acht Stunden arbeiten. Auch hier sind ausnahmsweise Arbeitszeiten bis zu zehn Stunden zulässig, allerdings muss hier jede Verlängerung innerhalb eines Kalendermonats bzw. innerhalb vier Wochen auf durchschnittlich acht Stunden pro Werktag ausgeglichen werden (§ 6 ArbZG).

Diese Höchstarbeitszeiten und Ausgleichszeiträume dürfen auch bei einer Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen nicht überschritten werden (§ 11 Abs. 2 ArbZG).

Bei Abweichungen in außergewöhnlichen Fällen nach § 14 ArbZG oder auf Antrag nach § 15 Abs. 1 und 2 ArbZG darf die Arbeitszeit 48 Stunden wöchentlich im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen nicht überschreiten.

Abweichende Regelungen von diesen Arbeitszeitgrundnormen sind durch Tarifvertrag möglich (§ 7 ArbZG).

 
 

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